Brugg-Windisch

Argumentarium für neue Mittelschule: Der Brugger Stadtrat staunte und bedauert

Die Migrol-Tankstelle beim Bachthale-Kreisel in Windisch könnte einer neuen Kantonsschule weichen.

Areal Bachthale

Die Migrol-Tankstelle beim Bachthale-Kreisel in Windisch könnte einer neuen Kantonsschule weichen.

Die kleine Anfrage von Einwohnerrat und Grossrat Titus Meier (FDP) betreffend Einsatz für eine Kantonsschule Brugg-Windisch ist von der Brugger Exekutive beantwortet worden.

Brugg - Zur Frage, wo genau im Raum Brugg-Lenzburg und im Fricktal dereinst zwei neue Kantonsschulen gebaut werden, will der Kanton diesen Sommer einen Vorentscheid treffen. Geht es nach Suzanne Marclay (FDP, Aarau) und Roland Vogt (SVP, Wohlen), muss es im Gebiet Lenzburg-Brugg gar keine neue Mittelschule geben. Stattdessen sollen bestehende Standorte in Wohlen und Aarau ausgebaut werden.

Im Bezirk Brugg haben sich Grossräte und Gemeindevertreter schon auf das Baufeld A in Windisch neben dem Bachthale-Kreisel als bester Standort für eine neue Kantonsschule geeinigt. Dass die Gemeinde Windisch dann beim Büro Steinmann Ingenieure und Planer AG ein fünfseitiges Argumentarium für den neuen Mittelschulstandort Bachthale erarbeiten und im Februar an die elf Grossräte sowie an die Gemeinden im Bezirk verteilen liess, warf beim Brugger Einwohner- und Grossrat Titus Meier (FDP) Fragen auf.

Beide Frauen stellten Dokument in Aussicht

In einer Anfrage wollte Titus Meier deshalb vom Stadtrat wissen, warum sich Brugg nicht an dieser Studie beteiligt hatte und in welcher Form sich die Stadt für eine Kantonsschule Brugg-Windisch am Standort Bachthale einsetzt.

In seiner nun vorliegenden Antwort schreibt der Stadtrat Brugg, dass sich Windischs Gemeindepräsidentin Heidi Ammon (SVP) und Bruggs Stadtammann Barbara Horlacher (Grüne) unmittelbar nach der Verabschiedung des Planungsberichts über die Aargauer Mittelschulen durch den Grossen Rat zu einem Austausch mit den Grossräten des Bezirks trafen. Dabei stellten die beiden Frauen den Grossräten ein Argumentarium für den Bachthale-Standort in Aussicht – als Grundlage für die weitere politische Diskussion zu diesem Thema.

Finanzielle Beteiligung war kein Thema

Da das Areal Bachthale auf Windischer Gemeindegebiet liegt, habe Windisch die Federführung bei der Erarbeitung des Argumentariums übernommen, heisst es in der Brugger Antwort. «Mit Erstaunen und Bedauern hat der Stadtrat dann Mitte Februar zur Kenntnis genommen, dass dieses von der Gemeinde Windisch ohne jede weitere Rücksprache mit der Stadt Brugg erarbeitet und veröffentlicht wurde.» Die Frage nach einer finanziellen Beteiligung habe sich deshalb für den Stadtrat nicht gestellt. «Auch gab es seitens Gemeinde Windisch keinerlei Signale, dass eine solche erforderlich oder gewünscht gewesen wäre», so die Behörde. Seit dem Beginn des Planungsprozesses habe sich der Stadtrat für ein gemeinsames Vorgehen von Brugg, Windisch und der Region eingesetzt.

Titus Meier fragt sich, warum die beiden Gemeinden nicht besser miteinander reden. Er hofft, dass sie künftig gemeinsam für die neue Kantonsschule Brugg-Windisch einstehen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1