Bei General Electric (GE) in Birr soll es Kurzarbeit geben. Das sagte eine Quelle diese Woche der Aargauer Zeitung. Anfang Woche sei die Service-Abteilung darüber informiert worden, dass nicht mehr von 7 bis 16 Uhr, sondern nur noch bis 15 Uhr gearbeitet wird – voraussichtlich für eine Woche mit eventueller Verlängerung. Gleichzeitig seien am Montag dringend gebrauchte Ersatzteile nicht rechtzeitig an die Kundschaft versandt worden, «weil alle Mitarbeiter nur von 8 bis 15 Uhr arbeiten durften». Hingegen am Mittwoch waren dann wieder Überstunden nötig.

GE widerspricht. «Der GE-Power-Standort in Birr hat heute keine Kurzarbeit und plant derzeit auch keine einzuführen», heisst es seitens der Medienabteilung. Aber: «Wir können bestätigen, dass wir in einem Teilbereich die tägliche Arbeitszeit aufgrund der Auslastung und im Rahmen unserer Jahresarbeitszeit temporär und um zwei Arbeitsstunden pro Tag reduziert haben.» Bei der betroffenen Abteilung handelt es sich um die Ersatzteilabwicklung. Diese kümmert sich um Verpackung, Lieferkontrolle und Lagerhaltung. Ungefähr 20 Mitarbeitende seien von diesen Änderungen der Arbeitszeit betroffen gewesen.

«Die Reduktion war mit unserer Personalvertretung besprochen und dauerte zwei Wochen. Diese Woche hat sich die Arbeitsauslastung wieder normalisiert.» Dieses Vorgehen stelle keinen aussergewöhnlichen Vorgang in einem Produktionsbetrieb dar und gehe nicht mit einer Reduzierung des Lohns einher, betont der Pressesprecher. «Die temporär reduzierten Stunden werden im Rahmen unserer jährlichen Arbeitszeitregelung wieder kompensiert.» Dazu, dass offenbar Ersatzteile zu spät ausgeliefert wurden, nimmt GE keine Stellung. Es könne aber vorkommen, wenn sich die Situation kurzfristig verändert. (jam)