Die Firma Biturit AG stellt am östlichen Rand von Mülligen und in der Nähe zur Holcim-Kiesgrube Asphalt her. Oder genauer: Mischgut und andere Baustoffe für den Strassen-, Hoch- und Tiefbau.

Die Produktion von Asphalt allerdings verursacht auch Geruch und Lärm. So, dass es die Bevölkerung stört und den Gemeinderat auf den Plan gerufen hat. Dieser hat sich mit einem Brief bei der Biturit AG beschwert.

Besonders über das Wochenende seien die Emissionen festzustellen. Schon länger sei der Geruch ein Thema im Dorf. Nun sei noch ein «unüberhörbares Quietschen» dazugekommen, sagte Gemeindeammann Ueli Graf kürzlich gegenüber der AZ.

Inzwischen ist eine Stellungnahme des kritisierten Unternehmens beim Mülliger Gemeinderat eingetroffen. Im Mitteilungsblatt der Gemeinde heisst es: «Die Biturit AG hat eine Bewilligung für Nacht- und Sonntagsarbeiten vom Staatssekretariat für Wirtschaft.

Die Bewilligung ist vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2020 gültig. In dieser Bewilligung sind Arbeiten in der Nacht (zwischen 23 und 6 Uhr) gestattet, ebenso wie Sonntagsarbeiten (Samstag, 23 Uhr bis Sonntag, 23 Uhr).» Begründung für die Bewilligung sei die technisch unentbehrliche Betriebsweise.

Erklärung für Lärm und Gestank

Und zu den Emissionen heisst es: «Gemäss der Biturit AG stammen die Lärmemissionen von einem Heissmineralaufzug, dessen Schmierung technisch nicht machbar ist. Die Geruchsemissionen entstehen beim Verladen des Belagsmischguts und können nicht gänzlich eliminiert werden.»

Gegenüber dem Gemeinderat bedauert die Biturit AG die Lärm- und Geruchsemissionen und teilt mit, dass sie die Anliegen der Gemeinde und ihrer Bewohner ernst nimmt. «Gemäss Auskunft der Biturit AG werden die entsprechenden Anliegen bei einer Weiterentwicklung der Anlage miteinfliessen», schreibt der Gemeinderat.

Der Gemeinderat weist im Mitteilungsblatt indes darauf hin, dass bezüglich Nacht- und Sonntagsarbeit die Polizeivorschriften nicht verletzt werden dürfen. Auch die Nachtruhe sei gemäss Polizeireglement einzuhalten. Bei einer Störung sollen sich die Einwohner direkt an die Regionalpolizei Brugg wenden, schreibt die Behörde.