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Anstatt Handys: Zwei Modeläden mischen das Brugger Zentrum auf

In Brugg eröffnen die Mode-Unternehmen Fast & Chic auf der einen sowie OVS auf der anderen Seite ihre Läden

Michael Hunziker
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Am Charles-Vögele-Standort (links) zieht die italienische Modekette OVS ein. Im ehemaligen Swisscom-Shop schräg gegenüber richtet Fast & Chic einen temporären Laden ein, einen sogenannten Pop-up-Store. mhu

Am Charles-Vögele-Standort (links) zieht die italienische Modekette OVS ein. Im ehemaligen Swisscom-Shop schräg gegenüber richtet Fast & Chic einen temporären Laden ein, einen sogenannten Pop-up-Store. mhu

Michael Hunziker

Statt Handys, Tablets und Ladegeräte gibts neu Jacken, Hosen und Taschen: Im ehemaligen Swisscom-Shop am Neumarktplatz 1 in Brugg zieht das Mode-Unternehmen Fast & Chic ein.

Am 30. September wird ein sogenannter Pop-up-Store eröffnet, also ein temporärer Laden. Verkauft wird «Markenmode zu Guerilla-Preisen», so das Unternehmen. Im Sortiment zu finden seien Top-Marken bekannter Labels wie beispielsweise Superdry, Replay, Khujo, US Polo, Happy Goose und O’Neill – Mode für Damen und Herren sowie Taschen, Accessoires und Sportbekleidung.

Die Preise bewegen sich zwischen 50 und 70 Prozent unter der unverbindlichen Empfehlung der Hersteller, verspricht Fast & Chic. «Durch langjährige Erfahrung mit unseren Lieferanten haben wir optimale Konditionen ausgehandelt und können somit den besten Preis für hochwertige Markenkleider in der Schweiz anbieten», sagt Eric Sauder, Mitglied des Verwaltungsrats.

Nur für bestimmten Zeitraum

Das Geschäft werde zwar voraussichtlich nur ein Jahr geöffnet sein. Trotzdem aber erinnere die Innenausstattung eher an eine edle Boutique als an Ausverkauf, fügt Sauder an. «Und die Kunden dürfen hier zuvorkommendes und vor allem fachkundiges Personal erwarten.» Fast & Chic, ergänzt er, habe bereits viele Stammkunden gewinnen können. Diese profitieren von einer Kundenkarte mit zusätzlichem Rabatt. «Sie nehmen auch einen weiteren Weg auf sich, um uns zu besuchen», so Sauder.

Das Unternehmen Fast & Chic, erklärt er weiter, sei spezialisiert auf die Zwischennutzung von Verkaufsflächen. «Wir mieten unsere Ladenlokalitäten jeweils für einen bestimmten Zeitraum und eröffnen bei Beendigung des Mietvertrags – innerhalb von maximal zwei Wochen – an einem neuen Standort. Das mischt den Markt auf.» Ziel sei es, das Unternehmen im Aargau weiter zu etablieren und seinen Bekanntheitsgrad sowie den Kundenstamm erweitern.

Mit dem einzigartigen Konzept steigere Fast & Chic die Attraktivität der Innenstädte, ist auch Geschäftsführer Alessandro Bonciani überzeugt. «Nach dem grossen Erfolg unserer Pop-up Stores in Zug, Horgen oder Uster freuen wir uns natürlich sehr, nun wieder im Aargau an den Start zu gehen.»

Ausverkauf ist zu Ende

Zu Veränderungen kommt es im Brugger Zentrum auch schräg gegenüber von Fast & Chic. Die Plakate am Strassenrand künden es an: Die Marke Charles Vögele verschwindet, die italienische Modekette OVS hält Einzug.

Bis Freitag hat im Rundbau der grosse Ausverkauf stattgefunden. Dieser sei sehr zufriedenstellend verlaufen, sagt Mediensprecherin Nicole Borel. Jetzt bleibt der Laden geschlossen und wird auf das neue Konzept umgestellt. Die Eröffnung unter der Marke OVS findet dann am 10. November statt. Dieser Anlass soll gefeiert werden, so Nicole Borel. Die Filiale werde dekoriert sein und auch ein DJ sei vor Ort. Wer sich für das «OVS Card Programm» registriere, profitiere von 20 Prozent Rabatt auf den Einkauf an den beiden ersten Eröffnungstagen. Erwarten dürfen die Kunden, fährt die Mediensprecherin fort, «italienische Mode für die ganze Familie zum besten Preis».

Übrigens: Die bisherigen 12 Mitarbeitenden der Charles-Vögele-Filiale werden künftig im OVS-Laden tätig sein. Auch die Verkaufsfläche von rund 2500 Quadratmetern auf den drei Stockwerken am Neumarktplatz 4 bleibt bestehen. Nicht vom Umbau betroffen ist «Vögele Shoes». Das bekannte Schuhsortiment bleibt unverändert erhalten.

Schweizweit werden derzeit alle rund 150 Charles-Vögele-Standorte auf die italienische Marke OVS umgestellt. Die ersten Läden sind eröffnet, das Angebot findet offenbar Anklang: «Wir erhalten positive Reaktionen», freut sich Nicole Borel. Abgeschlossen sein soll der Umbau bis Ende Jahr.