Wahlen Brugg
Andrea Metzler (SP) hat ihren Entscheid nach Wahlschlappe gefällt

Am vergangenen Sonntag schaffte die SP-Frau das absolute Mehr zwar, landete aber als Stadträtin auf dem undankbaren sechsten Platz und hat somit auch keine Chance mehr auf das Amt als Vizeammann. Jetzt ist die Zukunft von Andrea Metzler klar.

Janine Müller
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Andrea Metzler.

Andrea Metzler.

Merlin Photography Ltd.;zvg;

Vizeammann Andrea Metzler (SP) hat sich entschieden: Nach der Wahlschlappe vom vergangenen Sonntag gibt sie am Mittwochmorgen bekannt, dass sie nicht mehr für einen allfällig freiwerdenden Stadtratssitz im Frühjahr 2018 kandidieren wird.

In ihrem Statement schreibt sie: "Ich bedanke mich bei den Wählerinnen und Wählern für das entgegen gebrachte Vertrauen. Ebenfalls bedanke ich mich von Herzen für die gute Zusammenarbeit im Stadtrat, mit der Stadtverwaltung, in den zahlreichen Kommissionen und Arbeitsgruppen und meiner Fraktion sowie dem Einwohnerrat , welcher die Vorlagen des Stadtrates seit 2010 stets befürwortet hat und damit die Weiterentwicklung der Stadt Brugg unterstützt."

Die Arbeit machte Freude

In den bald acht Stadtratsjahren, vier davon als Vizeammann, habe sie viele Projekte unterstützend begleiten und zum Abschluss bringen können. "Einige Projekte sind noch am Laufen und ich wünsche meiner Nachfolge viel Gelingen bei der weiteren Umsetzung." Die Arbeit für die Allgemeinheit habe ihre Freude bereitet, schreibt Metzler. "Nun freue ich mich auf den kommenden Lebensabschnitt und wünsche den Menschen im Städtli Brugg weiterhin alles Gute."

Obwohl sie am Sonntag das absolute Mehr von 1439 Stimmen geschafft hatte, wurde Andrea Metzler (SP) als Stadträtin und Vizeammann der Stadt Brugg abgewählt. 1967 Stimmen holte sie als Stadträtin und landete auf dem undankbaren sechsten Platz. Nur Stadtrats- und Ammann-Kandidat Richard Fischer machte mit 1244 noch weniger Stimmen als sie.

Die Abwahl von Vizeammann Andrea Metzler sei eine bittere Enttäuschung, sagte SP-Co-Präsident Heini Kalt am Montag. Sie sei eine hochverdiente Stadträtin und «ein wichtiges Aushängeschild unserer Partei», betonte er. Bei der SP ist man überzeugt: «Sicherlich hat Andrea Metzler das lächerliche Theater bezüglich Nichtbehandlung ihrer Vorlage im Einwohnerrat geschadet.» Beim erwähnten Geschäft ging es um die Integration und Aufstockung der Stadtplanerstelle.