Langweilig wird es den Stimmberechtigten in Lupfig ganz bestimmt nicht: Neben den üblichen Traktanden (Rechenschaftsbericht, Rechnung 2013, Einbürgerungen) gibt es lauter Geschäfte, die für die Zukunft der Gemeinde entscheidend sind.

Wichtig ist diesbezüglich vor allem das etwaige Zusammengehen mit der kleineren Gemeinde Scherz. «Birr», schreibt der Gemeinderat Lupfig, «war die erste Gemeinde, die dieses Thema auf dem Birrfeld aufgenommen hat. Eine Umfrage unter den Gemeinden führte vor einigen Jahren dazu, dass schliesslich Birr und Birrhard ein Projekt für einen Zusammenschluss auslösten.»

Lupfigs Gemeinderat habe sich seinerzeit mit dieser Frage befasst und sei zum Schluss gekommen: «Für Lupfig gibt es keinen Grund für eine Fusion.» Aber: Es wurde auch signalisiert, dass Lupfig «gesprächsbereit sei, sofern eine finanzschwächere kleine Nachbargemeinde finanziell unter Druck geraten sollte.» 2012 hat der Gemeinderat Scherz Kontakt aufgenommen und erste Abklärungen ausgelöst. Nun muss der Souverän in Lupfig über einen Kredit von 100 000 Franken zur vertieften Prüfung eines Zusammenschlusses von Lupfig und Scherz entscheiden.

Erweiterte Tagesstrukturen

Weiter geht es um den neuen Vertrag Regionale Oberstufe (REGOS; die az berichtete). Dieser wird notwendig, weil die Gemeinde Birr den Vertrag zur gemeinsamen Führung der Oberstufe mit den Gemeinden Birrhard, Lupfig und Scherz vorsorglich – und mit dem Ziel, einen neuen Vertrag auszuarbeiten – gekündigt hat.

Weiter steht die Erweiterung der Tagesstrukturen zur Diskussion. Bis heute gibt es an mehreren Tagen pro Woche die Randstundenbetreuung und den Mittagstisch an den Schulen Lupfig. Dieses Angebot, so der Gemeinderat, werde rege benutzt. Nun wird ein Vollausbau angestrebt mit einem erweiterten Mittagstisch sowie der Betreuung am Nachmittag und während den Schulferien. Die Erweiterung der Tagesstrukturen kostet pro Jahr 50 000 Franken.

Die Gemeindeversammlung findet am Freitag, 6. Juni, um 20 Uhr im Saal des Gasthofs Ochsen statt. (EF.)