Brugg
An der Bözberglinie steigt die Lärmbelastung für die Bevölkerung

Mehr Züge, mehr Lärm: In Brugg möchte der SP-Einwohnerrat Martin Brügger wissen, was der Stadtrat gegen die Belastung unternehmen will und wie er künftig für eine Verbesserung des Lärmschutzes zugunsten der Bevölkerung vorgehen will.

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Auf der Bözberglinie – hier der Abschnitt in Villnachern – sollen in Zukunft mehr Züge verkehren.

Auf der Bözberglinie – hier der Abschnitt in Villnachern – sollen in Zukunft mehr Züge verkehren.

Michael Hunziker

In Zukunft sollen auf der Bözberglinie mehr Züge verkehren. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) planen, die Kapazität zu erhöhen und die sogenannte Zugfolgezeit von vier auf drei Minuten zu verkürzen. «Vermehrter Lärm für die Brugger Bevölkerung an der Bahnstrecke ist die Folge – insbesondere in der Nacht», hält der Brugger SP-Einwohnerrat Martin Brügger im Namen der SP-Fraktion fest.

Die SBB selbst werden, fährt Brügger fort, nichts für eine Verbesserung des Lärmschutzes unternehmen, da die Strecke durch den Bözberg bis Brugg als lärmsaniert definiert werde. In einer kleinen Anfrage will Brügger deshalb vom Stadtrat wissen, ob und auf welche Art er bei den SBB vorstellig geworden sei.

Brügger fragt, ob die Bevölkerung über das Plangenehmigungsverfahren der SBB informiert worden sei, respektive ob sie unterstützt werde, um die Möglichkeit von Einsprachen zu nutzen – so wie dies die Gemeinde Villnachern ihren Einwohnern aktiv angeboten habe. Ebenfalls erkundigt sich Brügger danach, ob die Stadt selbst die Einspruchsmöglichkeit genutzt habe, um bei den SBB einen umfassenden Lärmschutz für die Bevölkerung zu fordern, und ob die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden gesucht wurde. Und: «Ist sich er Stadtrat bewusst, dass ein grosser Teil von neu geschaffenem Wohnraum vermehrt lärmbelastet sein wird – Umiken/Bruggerberg/Altenburg – und dass nicht nur Menschen, sondern die Standortattraktivität durch vermehrte Lärmbelastung leidet?» (mhu)