Brugg
An den Brugger Abendrennen wird sogar im alten Wollhemd gefahren

Ab Mittwoch wird der Rundkurs im Geissenschachen wieder zum Treffpunkt der Radsport-Begeisterten: Die Brugger Abendrennen gehen in die 49. Saison.

Michael Hunziker
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Der Rundkurs im Geissenschachen ist für die Zuschauer überschaubar und bietet ideale Bedingungen für die Radfahrer.

Der Rundkurs im Geissenschachen ist für die Zuschauer überschaubar und bietet ideale Bedingungen für die Radfahrer.

Max Weyermann

Zwölf Rennen umfasst die diesjährige Serie der Brugger Abendrennen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer dürften sich freuen auf spannende Sprints, verspricht Marco Ghenzi, Präsident des organisierenden Radfahrerbunds Brugg. Für viele sei der Geissenschachen das schönste Velodrom der Schweiz. Es gelte nicht nur, den Nachwuchs anzufeuern. Mit etwas Glück könne am einen oder anderen Abend gar ein gestandener Profi in Aktion erlebt werden.

Retro-Radrennen als Neuheit

Der 960 Meter lange, flache Rundkurs ist gut überschaubar und bietet ideale Bedingungen für die Fahrer. Die jüngeren – Schüler, Junioren und Anfänger – schätzen die Startgelegenheit und die Stimmung mit viel Publikum. Für die Hauptkategorie, weiss Ghenzi, sind die Abendrennen eine willkommene Trainingsmöglichkeit, bei der sich der eine oder andere im besten Licht weit vorne zeigen will.

Abwechslung bieten laut dem Präsident die speziellen Anlässe wie das Militärradrennen am 8. Juli. Als Neuheit stehen in diesem Jahr am 27. Mai und am 29. Juli Retro-Radrennen auf dem Programm. Gefahren wird mit alten Rennrädern und alten Tenues, also Wollhemden. Es sei bestimmt speziell, diese Zeiten aufleben zu lassen, ist sich Ghenzi sicher. «Einige haben sie auch noch selbst miterlebt.» Bewerten wird die Jury neben der Geschwindigkeit die Kleidung der Fahrer sowie das Gefährt. Mit anderen Worten: Es zählt nicht in erster Linie eine gute Kondition, denn der Schnellste wird nicht unbedingt der Beste sein.

Lob gibts auch für Würste

Im Einsatz stehen werden am Mittwoch jeweils rund 30 Helferinnen und Helfer. Sie sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Auch wenn die Abendrennen bald ein halbes Jahrhundert alt sind und bei den Anfängen im Sommer 1967 nicht absehbar war, dass sie zu einer Tradition werden: Den Verleider hatten die Organisatoren noch nie. Mit Herzblut kümmern sie sich darum, dass sich sowohl Radfahrer als auch Zuschauer wohlfühlen. Das Zusammensein bezeichnet Ghenzi als Ansporn, die Abendrennen Jahr für Jahr erneut durchzuführen. «Es ist immer wieder schön, einander im Geissenschachen zu sehen und gemeinsam die ganze Saison zu erleben.»

Der Präsident jedenfalls freut sich auf ein paar kurzweilige Stunden auf dem Rundkurs und in der Festwirtschaft – samt einer feinen Wurst wohlverstanden. Auch für diese werden die Organisatoren immer wieder gelobt.

Brugger Abendrennen jeweils am Mittwoch ab 18 Uhr im Geissenschachen.

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