Windisch
An den Aargauer Meisterschaften im Behindertensport hat jeder eine Medaille verdient

200 Sportler, 170 Helfer, 60 Betreuer, das sind die Aargauer Meisterschaften im Behindertensport.

Samuel Frey
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Es gibt auch solche, die hochkonzentriert versuchen, mit einem Speer ein Zeil zu treffen Es gibt auch solche, die hochkonzentriert versuchen, mit einem Speer ein Ziel zu treffen.
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Rosi Magon, OK- Präsidentin und Vizegemeindepräsidentin von Windisch, begrüsst die Sportler Rosi Magon, OL-Präsidentin und Vizegemeindepräsidentin von Windisch, begrüsst die Sportler.
Dieser Speer muss weit und nicht genau fliegen Dieser Speer muss weit und nicht genau fliegen.
Die Teilnehmenden rennen so schnell sie können Die Teilnehmenden rennen so schnell sie können.
Andere schreien ihre Kraft beim Kugelstossen heraus Einige schreien ihre Kraft beim Kugelstossen auch aus sich heraus.
Auch Regierungsrat Alex Hürzeler stösst eine Kugel Auch Regierungsrat Alex Hürzeler stösst eine Kugel.
Am Schluss der Stafette rennt ein Legionär und bringt Wasser in der Form eines blauen Balls Am Schluss der Stafette rennt ein Legionär und bringt Wasser in der Form eines blauen Balls.
Aargauer Meisterschaft Behindertensport in Windisch
Auch Regierungsrat Alex Hürzeler stösst eine Kugel Auch Regierungsrat Alex Hürzeler stösst eine Kugel.
Die Teilnehmenden wärmen sich ein Die Teilnehmenden wärmen sich ein

Es gibt auch solche, die hochkonzentriert versuchen, mit einem Speer ein Zeil zu treffen Es gibt auch solche, die hochkonzentriert versuchen, mit einem Speer ein Ziel zu treffen.

Aargauer Zeitung

«Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, heute hier zu sein», sagt Alex Hürzeler, Aargauer Regierungsrat an der Aargauer Meisterschaft im Behindertensport auf der Sportanlage Chapf-Dohlenzelg in Windisch: «Es ist toll, dass sich auch für solche kleineren Anlässe Helfer und Sponsoren engagieren. Das ist keine Selbstverständlichkeit und doch erlebe ich das immer wieder in allen Regionen des Aargaus.» Nicht nur der Sportminister ist begeistert von den Aargauer Meisterschaften im Behindertensport, die turnusgemäss wieder in Windisch stattfinden. Auch den Sportlern gefällt es an diesem Samstag: Sie gehen sehr freundschaftlich miteinander um. Viele kennen sich von anderen Anlässen, andere lernen sich kennen und versprechen sich, bei den nächsten Wettkämpfen wieder zu treffen. Schliesslich fiebert auch Publikum am Rand mit den Sportlerinnen und Sportlern mit.

Erinnerungsmedaillen

«Es geht hier nicht nur ums Gewinnen. Anlässe wie diese sind eine persönliche Bereicherung für mich und hätten viel mehr Publikum verdient», sagt der Sportminister. Die Gewinner in den Einzeldisziplinen erhalten Gold-, Silber- und Bronzemedaillen, aber für alle anderen gibt es eine Erinnerungsmedaille.

Jedes Jahr werden die sportlichen Wettkämpfe im Auftrag von PluSport Behindertensport Aargau von einem der acht Aargauer Behindertensportverbände organisiert. Dieses Jahr ist der Verein Behindertensport Region Brugg an der Reihe und wie schon vor neun Jahren finden auch diese Meisterschaften im Behindertensport auf der Sportanlage Chapf-Dohlenzelg in Windisch statt.

«Wasser marsch!»

Unter dem Klang einer römischen Fanfare, die von einem waschechten Legionär geblasen wird, laufen am Morgen die Sportler hinter den Fahnen ihrer Verbände ein. «Wie schon die Römer sagten: Lasst die Spiele beginnen!», ruft der Speaker. Die rund 200 Teilnehmenden verteilen sich rasch auf die 16 Einzeldisziplinen. Einige zeigen schwitzend ihre Ausdauerleistung auf dem Stepper: Sie müssen vier Minuten lang, so oft es geht, beide Füsse auf eine Stufe heben. Andere schreien ihre Kraft beim Kugelstossen heraus. Es gibt auch solche, die hoch konzentriert versuchen, mit einem Speer ein Ziel zu treffen - kein leichtes Unterfangen.

Nachdem sich die Sportler, ihre 60 Betreuer und die 170 Helfer in der Turnhalle verpflegt haben, kommen sie am Nachmittag wieder alle zusammen zum Gruppenwettkampf: Passend zum diesjährigen Motto «Vindonissa» findet eine römische Plausch-Stafette statt. Dabei treten Teams, das aus acht Sportlern bestehen, gegeneinander an. Sie müssen so rasch wie möglich zusammen ein Viadukt bauen und ihren Schlussläufer als Römer verkleiden. Sobald das Viadukt fertig ist und auch ein Römer bereitsteht, darf dieser losrennen und dann heisst es: «Wasser marsch!»