Amtsperiode 2022–25
Gemeinderat Bözberg: Zwei Neue gehen in der Kampfwahl ins Rennen

Für das fünfköpfige Gremium kandidieren sechs Personen. Unter ihnen sind vier bisherige und zwei neue Anwärter. Wer die beiden erstmals Kandidierenden sind und wofür sie sich einsetzen.

Carla Honold
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Sechs Kandidierende wollen an den zukünftigen Gemeinderatssitzungen im Gemeindehaus Bözberg teilnehmen. Plätze im Gremium gibt es fünf.

Sechs Kandidierende wollen an den zukünftigen Gemeinderatssitzungen im Gemeindehaus Bözberg teilnehmen. Plätze im Gremium gibt es fünf.

Claudia Meier

Erneut stellen sich in Bözberg Heinz Dätwiler (1956), Max Gasser (1957), Therese Brändli (1966) und Thomas Obrist (1969) zur Wahl. Unter den Kandidierenden nicht mehr zu finden, ist Urs Vollenweider. Der Gemeinderat tritt nicht zur Wiederwahl an. Um einen freien Sitz bewerben sich zwei Neue: Hanspeter Flückiger und Patrick Kyburz.

Hanspeter Flückiger ist als Landwirt in der Gemeinde tätig. Der 48-Jährige lebt mit seiner Lebenspartnerin zusammen. Er hat zwei eigene und zwei Stiefkinder. Patrick Kyburz arbeitet als Bau- und Wirtschaftstechniker. Der 42-Jährige ist verheiratet und hat keine Kinder.

Wieso kandidieren Sie für den Gemeinderat?

Hanspeter Flückiger kandidiert neu für den Gemeinderat in Bözberg.

Hanspeter Flückiger kandidiert neu für den Gemeinderat in Bözberg.

zvg

Hanspeter Flückiger: Ich bin absolut überzeugt vom politischen Milizsystem der Schweiz, welches stark vom Engagement «normaler Bürger» getragen wird und trage gerne mit meinem persönlichen Engagement dazu bei. Dies war bereits meine Motivation bei meinem Engagement in der Schulpflege Bözberg während 6 Jahren. Zudem bin ich geborener Bözberger, lebe gerne hier, bewirtschafte als Landwirt einen Teil der Gemeinde, kenne den Bözberg einigermassen und bin sehr an dem Geschehen auf dem Bözberg interessiert. Als Gemeinderat kann ich vertiefter mitdenken, mitarbeiten und mitentwickeln.

Patrick Kyburz: Ich wohne seit 2014 auf dem Bözberg und trotz dieser relativ kurzen Zeit ist mir die ganze Gemeinde sehr ans Herz gewachsen. Deshalb ist es mir wichtig, dass die vielen Qualitäten, die der Bözberg aufweist, wie die beeindruckende Landschaft, die schönen Ortsbilder, die gute Infrastruktur, das wertvolle Vereinsleben und so weiter bewahrt werden. Der Erhalt dieser Werte ist mir wichtig! Das ist meine Hauptmotivation.

Welche Herausforderungen muss die Gemeinde aus Ihrer Sicht in den nächsten vier Jahren anpacken? Worauf sollte der Fokus gelegt werden?

Hanspeter Flückiger: Der Bözberg ist als Gemeinde stabil unterwegs. Vieles läuft gut bis sehr gut. Dieses gilt es zu bewahren und weiter zu stabilisieren. Ich plane sicher keine Revolution auf dem Bözberg. Die Gemeinde könnte mehr Aktivität in Verbindung mit den 40 Landwirtschaftsbetrieben betreiben. Ebenfalls gilt es für mich, die Bevölkerung in die Belange der Schule einzubinden. Die Infrastruktur der Gemeinde und ihre Attraktivität für Unternehmen soll auch bewahrt oder ausgebaut werden. Hierfür würde ich persönlich auch das eine oder andere Steuerprozent mehr bezahlen. Zudem sollte der Gemeinderat Anliegen wie den Adressstreit nicht abschmettern, sondern den Initianten mitteilen, dass sie einen anständigen Antrag vorlegen sollen, welcher eine gute Lösung enthält. Auch ist es aus meiner Sicht wichtig, dass wir aktiv bei der Evaluation des richtigen Standorts für das Atommüllendlager mitmachen. Sollte die Wahl auf Bözberg fallen, ist aktives Mitmachen bei der Umsetzung zentral.

Erstmals kandidiert Patrick Kyburz für den Gemeinderat in Bözberg.

Erstmals kandidiert Patrick Kyburz für den Gemeinderat in Bözberg.

zvg

Patrick Kyburz: Eine grosse Herausforderung ist die Revision der Nutzungsplanung, um die Planungsinstrumente aller im Jahre 2013 fusionierten Gemeinden aufeinander abzustimmen und übergeordnetes Recht, im Besonderen das neue Raumplanungsgesetz, einfliessen zu lassen. Diese Überarbeitung ist bereits in vollem Gange. Im Weiteren wird sich die Gemeinde in naher Zukunft, je nach Standortfestlegung des Tiefenlagers für radioaktive Abfälle, vertieft mit dieser Thematik auseinandersetzen müssen. Bei diesem vorwiegend nationalen Thema ist jedoch der Einfluss der Gemeinde beschränkt. Ansonsten bewegt sich die Gemeinde bezüglich Erneuerung der Infrastruktur für Verkehr und Bildung auf einem guten Niveau.

Warum sollten die Wähler Sie in den Gemeinderat wählen?

Hanspeter Flückiger: Ich bin engagiert, nicht rechts, nicht links, sondern sachorientiert, will die Bevölkerung in das Geschehen und die Entscheidungsfindungen einbinden. Ich stehe für das Bestreben, Themen aktiv zu bearbeiten, weiterzuentwickeln und nicht liegen zu lassen. Ich will authentisch sein und transparent kommunizieren.

Patrick Kyburz: Durch meine Berufserfahrung aus der Privatwirtschaft und aus der Verwaltung als Projektleiter beim Tiefbauamt des Kantons Zürich sowie aus meiner aktuellen Tätigkeit als Abteilungsleiter Tiefbau und Umwelt bei einer Zürichsee Gemeinde bringe ich die notwendige Kompetenz mit, um im Gemeinderat einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gemeinde leisten zu können. Im Weiteren bin ich bereits seit einigen Jahren im Vorstand der Vereinigten Wasserversorgung Bözberg (VWV) sowie in der Nutzungsplanungskommission tätig und konnte dort meine Teamfähigkeit unter Beweis stellen.

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