Brugg
Amtshaus erstrahlt im Lichtspektakel

Am Samstag diente das Brugger Amtshaus als Projektionsfläche für eine anrührende Licht-Show: poetisch, mystisch, die ideale Verbindung aus Bild und Ton.

Hans Christof Wagner
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Bei der Generalprobe war alles gut gegangen. Und, entgegen einem verbreiteten Aberglauben, traf das auch auf die Vorstellung zu. Nachdem Brugg schon 2016 bei der Premiere der Lichterfest-Aktion mit dabei war, nahmen die Aktiven um Bea Weber und Krishna Menon das Heft wieder in die Hand – als eine von jetzt schon neun Aargauer Kommunen, die im Advent ebenfalls markante Gebäude in ihren jeweiligen Altstädten für einen Abend in ein ganz besonderes Licht rücken.

Die Storen blieben nicht unten

«Wir in der IG Aargauer Altstädte haben doch alle das gleiche Anliegen», sagt Bea Weber. «Wir wollen unsere Altstädte beleben, ihre Reize bekannter machen, zeigen, wie viele attraktive Geschäfte und Gastronomiebetriebe es in ihren Mauern gibt.»

Und das gelang am Samstagabend in Brugg: Hunderte strömten in die Hauptstrasse, um vor dem Amtshaus das Spektakel mitzuerleben. Das mit einer kleinen Verspätung begann, weil die Veranstalter auf der Suche nach Willi Kohler waren, Bereichsleiter Liegenschaften und Anlagen bei der Stadt. Dieser hätte die Amtshaus-Storen schliessen sollen, die, eigentlich rechtzeitig unten, sich wenige Minuten vor Vorstellungsbeginn wie von Geisterhand wieder geöffnet hatten.

Gegen Kälte liess sich antanzen

Dass dies nicht gelang, tat der Show aber nur einen kleinen Abbruch. Perfekt abgestimmt auf die Live-Musik von Martina Dreier (Gesang), Shanky Wyser (Piano) und Markus Neuweiler (Schlagzeug) erzielten die aufs Amtshaus projizierten Bilder beim Betrachter die gewünschte Wirkung: runterkommen, innehalten, abschalten in der sonst so hektischen Adventszeit.

Und auch wenn es kalt war, für Bea Weber war das samstägliche Wetter «perfekt». In der trockenen Winterluft gelang die unter der künstlerischen Leitung des Zürchers Jay Bower stehende Projektion besonders gut. Und gegen die Kälte liess sich ja antanzen, was zum Sound des Trios auch viele taten. Glühwein und heisser Tee halfen dabei natürlich ebenfalls.