Über den Entscheid, dass General Electric am Standort Birr rund 100 Stellen streicht, wurde Gemeindeammann Markus Büttikofer bereits am Dienstag informiert. "Ein Vertreter von GE, mit dem wir regelmässig in Kontakt stehen, hat uns über den Abbau orientiert", sagt Büttikofer. Für die Gemeinde sei der Entscheid natürlich unerfreulich, allerdings gingen in Birr netto nicht 100 Stellen verloren.

Neue Hiobsbotschaft: General Electric streicht 99 Arbeitsplätze

Trotz Demonstrationen und Kampfansagen, streicht Generel Electric in Birr im Industriestandort Aargau 100 Stellen.

"Es sind rund 50 Mitarbeiter betroffen, die tatsächlich in den Produktionshallen bei uns in Birr beschäftigt waren", sagt Gemeindeammann Büttikofer. Die restlichen rund 50 Stellen betreffen GE-Arbeiter, die nicht in Birr selber tätig seien, sondern auf diversen Wasserkraft-Anlagen in der ganzen Schweiz.

Vor gut einem Jahr, als GE einen massiven Stellenabbau in der Schweiz ankündigte, ging Markus Büttikofer davon aus, dass die Wasserkraft-Abteilung in Birr aufgehoben wird. Insofern sei der jetzt bekannt gewordene Stellenabbau für ihn keine Überraschung, sagt der Gemeindeammann. "Es ist kein Geheimnis, dass das Wasserkraft-Geschäft derzeit schlecht läuft, so ist zum Beispiel das Grossprojekt für das Kraftwerk Linth-Limmern abgeschlossen und für Firmen wie GE gibt es keine Folgeaufträge in ähnlicher Grösse", erklärt Büttikofer.

Er habe die Nachricht mit einem weinenden und einem lachenden Auge zur Kenntnis genommen, sagt der Ammann. Wichtig sei für die Gemeinde, dass die ungleich grössere Gasturbinen-Abteilung in Birr gut laufe und in jenem Bereich kein Stellenabbau geplant sei. "Wir hatten vor ungefähr drei Monaten ein Treffen mit hochrangigen Verantwortlichen von GE, damals wurde uns versichert, dass sich diese Sparte gut entwickelt", sagt Büttikofer.