Schinznach-Bad

Ammann Gerlinger über Amag-Wegzug: «Das wäre ein herber Verlust für uns»

Oliver Gehringer wünscht sich von der Amag eine offenere Kommunikation.

Oliver Gehringer wünscht sich von der Amag eine offenere Kommunikation.

Für die Gemeinde Schinznach-Bad würde der Wegzug des Autohändlers Amag den Verlust von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen bedeuten. Der Gemeindeammann fordert nun eine offene Kommunikation des Autoimporteurs.

Von den Umzugsplänen des Schweizer Autohändlers und -importeurs Amag wäre auch Schinznach-Bad betroffen. In der Aargauer Gemeinde beschäftigt die Amag rund 500 Mitarbeiter. Wie viele Arbeitsplätze abwandern werden, ist noch nicht klar.

Auch der Gemeindeammann von Schinznach-Bad, Oliver Gerlinger, hat noch keine genaueren Informationen. Er würde einen Umzug der Amag bedauern: "Wenn die Amag wegzieht, wäre das ein herber Verlust für uns – wie immer, wenn Arbeitsplätze verloren gehen."

"Substanzielle" Steuereinnahmen

Von den Steuereinnahmen der Amag ist man in Schinznach-Bad laut Gerlinger nicht abhängig. Diese seien "substanziell", aber man gerate nicht ans Existenzminimum, wenn sie wegfielen. Es seien neben Amag noch weitere Unternehmen in Schinznach-Bad ansässig. Es bestehe daher kein Klumpenrisiko. Eine Steuererhöhung sei kein Thema. Trotzdem fände es Gerlinger schade, wenn Amag seine Gemeinde verlassen würde, denn: "Die Gemeinde verdankt mitunter der Amag ihre Bekanntheit."

Von den Umzugsplänen hat er aus den Medien erfahren. Er hätte sich eine Vorabinformation der Amag gewünscht, aber dazu sei das Unternehmen ja nicht verpflichtet.

Übernächste Woche trifft sich die Gemeinde mit Amag zu einem Gespräch über die Bau- und Nutzungsordnung. Diese Chance will Gerlinger nutzen, um Näheres zu den Umzugsplänen zu erfahren. Er sagt: "Ich erwarte, dass die Amag uns gegenüber offen kommuniziert."

Das Autoimperium Amag plant, mehrere Abteilungen in einem neuen Hauptsitz unterzubringen. Soweit die Pläne des Autoimperiums bekannt sind, müssten 900 Mitarbeiter an den neuen Standort ziehen. Dieser wird gemäss dem Magazin "Bilanz" in Birrfeld, Cham oder Dübendorf zu stehen kommen.

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