Für die Überleitungen zwischen den mit grossem Aufwand vorbereiteten und vorgeführten Darbietungen sorgte ein erheiterndes Ratespiel, bei dem die Gäste versuchen mussten, unter anderem anhand von mit Scherzer Kindern aufgenommenen Videoclips ein beschriebenes «Dingsbums» zu erraten. Die Vorführungen waren auf die gesuchten Begriffe abgestimmt.

Synchronschwimmen

Die Turnerriege startete mit einem humoristisch gestalteten Synchronschwimmen. Danach präsentierte sich das Muki-Turnen als Cowboys in trockeneren Gefilden. Unter dem typisch schweizerischen Motto «Chuchichäschtli» agierten der Damen- und der Frauenturnverein als ausgelassen tanzende Köchinnen. Und die Mädchenriege erwies den anscheinend ewig jung bleibenden Schlümpfen die Reverenz. Damenturnerinnen bewiesen in ihrer Akrobatik-Nummer erstaunliches Gleichgewichtsgefühl. Zum bekannten Hit von Peter Reber schwirrten die «Hippigschpängschtli»-Kids dann aus Rücksicht auf das Publikum nur gemässigt furchteinflössend über die Bühne.

Nach der Pause beschworen Turnerriege und Damenturnverein am Barren und am Trampolin einen nicht ernst gemeinten Geschlechterkampf herauf. Die Bodenübung der kleinen Jugi war dem Thema «Respekt» gewidmet. Zu Welthits wie «Diamonds are a girls best friends» (Marilyn Monroe) und «Material girl» (Madonna) bewegten sich die Tänzerinnen des Damenturnvereins lasziv über die Bühne. Die durch Schweizerkreuze auf den roten Shirts gekennzeichnete Patrouille Suisse der grossen Jugi flog via Trampolins mit annähernd Überschallgeschwindigkeit durch die Luft, und ein aus Damenturnerinnen bestehendes Equilibristik-Duo leitete unter dem Motto «Elastizität» zum fetzigen Aerobic-Ausklang mit der Turnerriege über.

«Das ist eine echte Weltpremiere!», so wurde die Mitternachtsshow der Turnerriege angesagt. Im ersten Teil boten die mitwirkenden Damen einen attraktiven Reigen. Als Schluss- und Höhepunkt stand ein Danceact ausserirdischer Wesen auf dem Programm. «An den mit Lichteffekten ausgerüsteten Outfits der vier Turner haben wir je rund 30 Stunden gearbeitet und kaum Kosten gescheut», verriet ein begeistertes Riegenmitglied. Der Aufwand gelohnt hat.