Brugg
Am Stadtfest steigen sie in «Die Kiste»

Die Einwohnerräte und der Förderverein Events Brugg planen einen dreistöckigen Holzbau mit Restaurant und VIP-Bar.

Michael Hunziker
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Die Vertreter des Brugger Einwohnerrats und des Fördervereins Events Brugg sind motiviert – hier am Pre-Opening der «Kiste» im Rahmen des Guggen Open Air.

Die Vertreter des Brugger Einwohnerrats und des Fördervereins Events Brugg sind motiviert – hier am Pre-Opening der «Kiste» im Rahmen des Guggen Open Air.

Michael Hunziker

Sie wollen hoch hinaus, die Brugger Einwohnerräte und der Förderverein Events Brugg (FEB). Genau 8,4 Meter hoch.

Am Stadtfest spannen sie zusammen für «Die Kiste», eine dreistöckige Holzkonstruktion, die an den beiden Wochenenden Ende August an prominenter Lage an der Schulthess-Allee platziert wird.

Im Erdgeschoss ist eine schmucke Bar untergebracht, darüber befindet sich ein gediegenes Restaurant und zuoberst – mit prächtigem Blick über das Festgeschehen – eine VIP-Bar.

Der Grundriss besteht aus zwei quadratischen, je 64 Quadratmeter grossen Flächen, die sich an der einen Ecke überlagern. Die Verpackung sei eher einfach, stellen die Initianten fest. Im Innern aber stecke ein farbenfroher, fantastischer Inhalt, dort zeige sich die lebensfrohe, innovative, mutige Stadt Brugg und lade ein zu regen Gesprächen und Überraschungen.

Mit dem Guggen-Open-Air an der Fasnacht ist – mit ansteckender Begeisterung – auch das Pre-Opening «Der Kiste» gefeiert worden. Die gespannten Anwesenden erhielten in einer kurzen 3-D-Animation einen ersten Eindruck vom geplanten Bau.

Alle Details wurden noch nicht verraten, zu erfahren war aber etwa, dass für die Dekoration der Brugger Künstler Jonas Studer gewonnen werden konnte. Er wird zusammen mit drei Oberstufenklassen verschiedene Objekte in der Stadt fotografieren und in der Folge Bilder herstellen und ausstellen, ganz unter dem Stadtfest-Motto «Verfärbt». Weiter schwebt den Organisatoren vor, im Lokal einen Wasserfall zu installieren.

In kürzester Zeit auf Beine gestellt

Vor über einem halben Jahr hätten sich ein paar Einwohnerräte über die Parteigrenzen hinweg Gedanken gemacht über ein Restaurant am Stadttest, blickte CVP-Einwohnerrätin Barbara Iten auf die ersten Ideen für «Die Kiste» zurück. An einer Sitzung nahm auch Miro Barp teil, der für die SVP im Stadtparlament sitzt und im FEB als Vizepräsident amtet. Er habe vorgeschlagen, dieses Projekt gemeinsam umzusetzen. Es sei grossartig, dass dies gelungen sei, freute sich Barbara Iten.

Das Guggen-Open-Air und das Pre-Opening hätten unkompliziert und in kürzester Zeit aus dem Boden gestampft werden können, hielt Barp fest. Da er im FEB auch für die Finanzen verantwortlich zeichnet, bedankte er sich vor allem bei den Vertretern der Hauptsponsoren: der Bank Cler und der Raiffeisenbank Wasserschloss. Ohne sie wären solche tollen Projekte nicht möglich. Die Banken hätten ein Interesse daran, zeigte sich Barp überzeugt, dass es der Region gut gehe, dass die Region stark sei. Alleine das Holz für «Die Kiste», schätzte er, schlage mit gegen 30'000 Franken zu Buche.

8,4 Meter hoch

wird «Die Kiste», die dreistöckige Holzkonstruktion mit Bar und Restaurant am Stadtfest Brugg.

Das Geld wird wieder investiert

Gegründet wurde der Förderverein Events Brugg an einem heissen Tag Ende August 2017. Sinn und Zweck sei es, Veranstaltungen durchzuführen, der Bevölkerung etwas zu bieten, erklärte Präsident Josef Sachs. Ein allfälliger Gewinn gehe nicht in den eigenen Sack, sondern werde wiederum eingesetzt für soziale, sportliche oder kulturelle Projekte in der Region.

Einen ersten grossen Anlass auf die Beine gestellt hat die genauso engagierte wie motivierte Gruppe im letzten Sommer mit dem Public Viewing auf dem Eisi-Parkplatz während der Fussball-WM. Brugg soll – ist gemäss Sachs das Ziel des FEB – noch schöner, noch lebendiger, noch farbiger werden. Ebenfalls sollen, nomen est omen, Brücken gebaut werden zwischen Quartieren, Generationen, Einheimischen und Zugezogenen.

Der Vorstand besteht neben Präsident Sachs und Vizepräsident Barp aus: Christian Wichmann, Reto Bingisser, Beni Rey und Carlo Blättler. Helfer und weitere Mitglieder – der Jahresbeitrag beträgt 52 Franken – sind willkommen.

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