Brugg
Am Oldtimer GP kommen Motorfreunden und Autoliebhaber voll auf ihre Rechnung

Boliden, Bratwurst und Benzingespräche: Laut ging es zu und her am Oldtimer GP – alte Autos, Rennwagen und Motorräder drehten ihre Runden. Das Fest bot zahlreiche Hingucker.

Christian Roth (Text und Fotos)
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Oldtimer GP in Brugg ist ein voller Erfolg
10 Bilder
Toni Schuler vom OK mit seinem Ford Capri Baujahr 1982
Rennwagen aus der Vorkriegszeit rasen an der Tribüne vorbei
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt
Eines der ältesten Modelle war der Ford T Racer von 1918
Ein Chevrolet Pickup
Ein Rolls Royce Phantom II passiert die vom Militär erstellte Passerelle
Bei den lauten Motoren war ein Gehörschutz nützlich
Peugeot 203C von Peter Berthele aus Turgi
Ein Citroën 5 CV mit Jahrgang 1922

Oldtimer GP in Brugg ist ein voller Erfolg

AZ

Motorsportfreunde und Liebhaber alter Autos kamen voll auf ihre Rechnung. Über 150 Teilnehmer aus der ganzen Schweiz starteten zum Oldtimer GP in Brugg. Zu sehen gab es eine grosse Vielfalt verschiedenster Oldtimer: von der Motosacoche und dem Seitenwagengespann über Ford T, VW Käfer und NSU bis zum imposanten Rolls Royce und amerikanischen Strassenkreuzern.

Toni Schuler vom Organisationskomitee freute sich über den grossen Besucheransturm und meinte augenzwinkernd: «Das schöne Wetter haben wir bestellt.» Als Präsident des Vereins Fabam (Freunde alten Blechs aller Marken – Oldtimerfreunde der Region Brugg) ist Schuler eine der treibenden Kräfte hinter dem Oldtimer GP.

Schon im Jahr 2010 waren etwa 30 Oldtimer nach einem (Velo-)Abendrennen auf dem Rundkurs im Brugger Schachen gestartet. Für den Grossanlass von diesem Jahr wurde extra ein Verein gegründet.

«Wir haben das Ziel, den Grand Prix nun alle zwei Jahre durchzuführen», sagt Schuler, der mit seinem alten Hürlimann-Traktor beim Aufbau der Anlage mitgeholfen hat und seinen Ford Capri (Jahrgang 1982) präsentierte.

Benzingespräche im Fahrerlager

Während es auf dem Rundkurs besonders bei der Durchfahrt der älteren Modelle und den Motorrädern ohrenbetäubend zu und her ging, war es im Fahrerlager etwas ruhiger. Dort konnte man die parkierten Fahrzeuge bewundern, mit den Besitzern über technische Details diskutieren, da und dort unter die Motorhaube schauen oder sogar einmal selber ans Steuerrad sitzen.

Zum Programm gehörte auch ein «Military Corso», bei dem Militärfahrzeuge vom kleinen Haflinger bis zum 39 Tonnen schweren Panzer 68 mitfuhren.

Dies nicht zuletzt als Werbung für die Militär-Oldtimer-Show, die im August wieder in Birmenstorf zu sehen sein wird. Die Menschenmenge verteilte sich gut über das grosse Festareal.

Nur an gewissen Stellen, wie der vom Militär erstellten Passerelle auf die Wiese innerhalb der Rennbahn, war es etwas eng. Beim Billettkauf am Eingang und besonders um die Mittagszeit bei den Festwirtschaften, wo die Grills auf Hochtouren liefen, musste man sich gedulden.

Mehr Infos: www.oldtimer-gp.ch