Brugg

Am Freitagabend geht's los: Brugger Hofstattfestival feiert Premiere

Die Bühne steht, gross ist die Vorfreude bei den Vertretern des OK (von links) Dominik Graf, Lukas Kuprecht, Markus Bolt, Hanspeter Stamm und (kniend) Beat von Burg.

Die Bühne steht, gross ist die Vorfreude bei den Vertretern des OK (von links) Dominik Graf, Lukas Kuprecht, Markus Bolt, Hanspeter Stamm und (kniend) Beat von Burg.

Die vier Brugger Kulturhäuser spannen zusammen und organisieren das erste Hofstattfestival. Versprochen wird ein musikalischer und kulinarischer Genuss.

«Wir können einen kulturellen Hochgenuss bieten für Brugg und die ganze Region», freut sich Hanspeter Stamm, OK-Präsident des neuen Hofstattfestivals, das am Freitagabend beginnt. «Das Programm kann sich hören und sehen lassen.

Die Besucher werden in der einmaligen, idyllisch gelegenen Umgebung sowohl musikalisch als auch kulinarisch verwöhnt.» Auf die Frage nach seinem Befinden, antwortet der OK-Präsident gut gelaunt: «Die Sonne scheint, mir geht es hervorragend.»

Denn einer der «schwierigen Punkte» bei einem Open-Air-Konzert sei jeweils das Wetter. «Angesagt sind zwei wunderschöne Sommertage. Für uns sind solche Prognosen Gold wert.» Zur guten Stimmung trage bei, ergänzt Stamm, dass er auf die tatkräftige Unterstützung eines super Teams mit über 100 Helfern zählen dürfe. Kurz: «Ich bin zwar gespannt, nervös brauche ich aber nicht zu sein.»

Genug Reserven für letzte Details

Beim Aufbau der Bühne am Donnerstag hat sich der OK-Präsident davon überzeugt, dass die Technik funktioniert, die Koordination zwischen den involvierten Stellen klappt. Zu den Partnern gehören auch Behörden und Polizei.

«Es ist wie ein Mosaik. Nach der Planungsphase werden die einzelnen Bestandteile zusammengesetzt», sagt Stamm. «Es sieht gut aus. Das Hofstattfestival nimmt Form an.» Am Freitag bleibt Zeit, sich um die letzten Details zu kümmern. «Wir haben genug Reserven für den Feinschliff.» Anders gesagt: Schieflaufen sollte nichts mehr. «Wir sind bereit.»

Vor 30 Jahren wurde bereits einmal ein Open-Air-Konzert in der Hofstatt durchgeführt. Am Stadtfest 2013 gab es ein Revival. Unter dem Titel «kult4» spannten die vier Brugger Kulturhäuser zusammen: Salzhaus, Odeon, Dampfschiff und Picadilly.

Es sei in der Folge die Idee aufgekommen, die erfolgreiche Zusammenarbeit weiterzuführen und alle zwei Jahren alternierend zu den Literaturtagen ein Hofstattfestival zu organisieren. «Jedes Kulturhaus hat seine spezielle Ausrichtung und seine speziellen Kompetenzen, spricht sein eigenes Publikum an. Mit dem Hofstattfestival haben wir die einzigartige Chance zu zeigen, was wir im kulturellen Bereich zu bieten haben», sagt Stamm.

«Wir stellen einen Anlass auf die Beine, den ein Kulturhaus alleine nicht stemmen könnte.» Alle hätten ihre Mitarbeit ohne zu zögern zugesichert, seien mit Herzblut dabei, fügt der OK-Präsident an. Auch Sponsoren hätten schnell überzeugt werden können. «Es war völlig unkompliziert. Wir rannten auf allen Ebenen offene Türen ein.»

Bei der Gestaltung des Programms seien Vertreter aller Kulturhäuser involviert gewesen, fährt Stamm fort. Über das Resultat ist er sehr glücklich. Es hätten die verschiedensten Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigt und angesagte Bands verpflichtet werden können.

«Wir können ein breites Publikum abholen, jüngere und ältere Besucher ansprechen», fasst Stamm zusammen. Die Reaktionen jedenfalls seien bisher erfreulich gewesen. Kein Wunder, sind schon um die 250 Tickets verkauft worden.

Gespannt auf Juan Rozoff

Schön wäre gemäss Stamm, wenn am Freitag um die 400, am Samstag um die 500 Besucher begrüsst werden können. Eine Prognose abzugeben sei indes schwierig. «Ist die Hofstatt an den beiden Abenden gut gefüllt und herrscht eine tolle Stimmung, dann sind wir zufrieden.» Sowieso gelte es, beim ersten Mal Erfahrungen zu sammeln und abzuklären, ob sich das Konzept bewährt.

Stamm persönlich ist besonders gespannt auf den Auftritt von Juan Rozoff heute Abend, eine Formation aus Frankreich, die mit mitreissendem Funk im Stil von Prince begeistert. Der OK-Präsident verspricht eine «Party ohne Ende».

Auch Müslüm ist dabei

Vier Bands pro Abend treten auf. Die Palette reicht von den Newcomern Cristallin aus Aarau über Dabu Fantastic und Baba Shrimps aus Zürich bis zu den Kummerbuben aus Bern. Die Hofstatt definitiv zum Kochen bringen soll Müslüm mit seinem aktuellen Album «Apochalypt» im Gepäck.

Kulinarisch verwöhnt werden die Gäste von Markus Spicher und Björn Bürkler. Mit dem illuminierten Salzhaus kommen Kunstinteressierte überdies in den Genuss einer Videoprojektion der Künstler Maria Bänziger, Andi Hofmann und DJ Eleanor.

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