«Den Schmuck habe ich aus zerdrückten Kaffeekapseln kreiert», sagt Susanna Binder aus Bad Zurzach. Fingerringe, Ketten und Armreife aber auch Engel und Teelichter sind so entstanden. «Die Kapseln werden mit dem Hammer flach geklopft, was jedes Mal ein ganz eigenes Muster hervorbringt», sagt sie. Auch Dosenlaschen weiss die Künstlerin zu verwerten, knüpft sie etwa zu einem Gürtel zusammen.

Ein paar Stände weiter gibt es Köstlichkeiten aus Trüffel zu kaufen. «Die Trüffel stammen aus der Region Bözberg», verrät Claudia Greder. Gefunden wurden sie von ihren beiden Hunden, unter anderem vom Welpen Luna. «Sie ist, obwohl erst 8 Monate alt, sehr erfolgreich im Aufspüren», freut sich ihre Besitzerin.

Wie wärs als Winzer?

Freuen dürfen sich auch alle, die für die Festtage noch am Suchen von speziellen Geschenkideen sind. Am Stand vom Villiger Weingut Schödler stehen gleich drei Geschenktipps zur Wahl. «Winzer werden für ein Jahr», «Picknick im Weinberg» oder die «Rebstock-Aktie». Als Hobbywinzer kann man an fünf Nachmittagen Winzer-Arbeitsluft schnuppern und das Picknick entpuppt sich als feines Menü, serviert im Rebhüsli.

Wiederum in einer anderen Ecke des Marktes ziehen Windlichter, gefertigt aus Steinen aus der Region, aber auch gedrechselte Pfeffermühlen, Brieföffner oder Kugelschreiber aufmerksame Blicke auf sich. Genauso wie die Bambusschalen in allen Grössen und Farben. «Sie sind leicht, stabil und ein Naturprodukt», unterstreicht Standbetreiberin Regula Thöni die Vorzüge. Nicht genug. Ob man nun auf der Suche nach Gestricktem und Gefilztem, Taschen, Kleidern, Weihnachtsdeko, Karten, Kerzen oder kleinen Mitbringseln ist, auf dem Brugger Weihnachtsmarkt vom Wochenende ist für jeden Geschmack und jedes Budget etwas dabei.

Der Glühwein kommt gut an

Auch die Verpflegung kann sich sehen lassen. Rösti und Spiegelei, frisch auf der Holzkohle zubereitet, scheinen genauso zu munden wie die Käseschnitten, die Würste oder die gebrannten Mandeln. Glühwein und Glühmoscht kommen ebenfalls gut an, sieht man doch da und dort Marktbesucher mit dampfenden Bechern flanieren.

Die 120 Stände sind vom Eingang der Altstadt über den Eisi- und den Lindenplatz bis zum Neumarkt in bunter Reihe aufgestellt. Zudem können Gross und Klein Kerzenziehen, selber eine Wurst über der Feuerschale braten, Modelle vom Modelleisenbahn-Club bestaunen, Karussell fahren oder der Drehörgeli-Musik lauschen. Was viele tun, ist doch der Weihnachtsmarkt gut besucht.

Weshalb besuchen Sie den Weihnachtsmarkt?

Franziska Frei, 46 Brugg

Franziska Frei, 46 Brugg