Lupfig

Am Aargauer Apfelfest gibts den Apfel auch in flüssiger Form

Viele haben sich am diesjährigen Apfelfest auf dem Loorhof in Lupfig darüber informiert, welche Arbeit hinter der Apfelproduktion steckt und auch welche Schwierigkeiten damit verbunden sind.

Die saftigen, rot-gelben Äpfel sind vor dem Hofladen in Lupfig akkurat als Pyramide aufgereiht. Nebenan werden sie als gluschtige «Öpfelchüechli» verkauft.

In der Apfellaube sind Tische und Stühle aufgestellt, etwas weiter hinten auf dem Grund der Apfelplantage sitzen Besucherinnen und Besucher unter einem Zeltdach auf Strohballen. Zum heissen Wetter passend genehmigen sich die einen den «Appletini»: einen Drink gemixt aus Apfelwodka, Apfellikör, Apfel- und Zitronensaft. Der «Virgin Appletini» ist alkoholfrei, vereint Apfel-Kiwi-Sirup mit Apfel- und Zitronensaft und schmeckt äusserst erfrischend.

Der Apfel steht am zweitägigen Aargauer Apfelfest auf dem Loorhof der Familie Suter im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem Verband der Aargauer Obstproduzenten ist der Anlass organisiert worden, der das beliebte Obst in all seinen Facetten zeigt.

Auf einem Rundgang durch die Apfelplantagen erfahren die Gäste Details zur Arbeitsintensität, zu Investitionskosten, zum Pflanzenschutz, zu Vorkehrungen bei Unwettern oder darüber, wie mit Nützlingen und Schädlingen umgegangen wird. «Das ist ein trauriges Bild, vor allem weil ich weiss, wie viele Blüten es hier hatte», sagt Bruno Wirth, Biobauer und Fachspezialist Obst und Weinbau des Kantons, beim Rundgang durch die Plantage. Er verweist damit auf den Frost im April, der die ganze Anlage massiv beschädigt hatte. Über den Plantagen sind Netze gespannt, dies als Hagelschutz.

Die Gäste bewerten verschiedene Apfelsorten

Wie viel in solche Unwettervorkehrungen investiert werde, das müsse jeder Betrieb selber abwägen. «In erster Linie wollen wir ja unsere Familien ernähren mit Dingen, die wir anbauen», sagt Bruno Wirth.

An einem Stand werden verschiedene Sorten wie «Gala» oder «Summerred» zum Degustieren angeboten und von den Gästen auch bewertet. Eine Familie aus Lupfig ist vom Anlass begeistert: «Auf dem Rundgang haben wir Interessantes erfahren, unter anderem, was mit den Bienen passiert. Ausserdem geniessen wir hier den Anlass, trinken und essen etwas», meint der Mann. Seine Frau erklärt: «Wir sind hauptsächlich hier, um die Sache zu unterstützen. Ich finde, die machen das super, sind freundlich und bieten stets ein vielfältiges und saisonales Angebot.» Auch Landstatthalter Markus Dieth erklärt in seiner Ansprache, dass er viele Obstsorten kennen gelernt habe. In Bezug auf die Wichtigkeit des Apfelfests meint er, dass regional Produziertes Trend sei. «Die Leute wollen wissen, wo es entsteht, und sie wollen die Produzenten sehen.»

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