Ein Kredit von 350 000 Franken steht zur Diskussion an der Gemeindeversammlung in Schinznach für die Projektierung des Ersatzneubaus von Realschulhaus und Aula.

Beim ehemaligen Realschulhaus mit angrenzender Aula besteht laut Gemeinderat grosser Instandsetzungsbedarf. Vorgesehen ist ein Abbruch des alten Gebäudes sowie – am heutigen Standort – ein entsprechender zweistöckiger Ersatzneubau. «Aufgrund der zentralen Lage wird dem Neubau eine wichtige Rolle als neues Kernstück der gesamten Schulanlage in Schinznach zukommen», hält der Gemeinderat fest.

Durch die Platzierung kann ein gefasster Aussenraum entstehen, der in westlicher Richtung mit dem Feldschenplatz verbunden ist und sich als Pausenfläche eignet. Der Feldeschenplatz steht auch in Zukunft für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung. «Von der Substanz des Realschulhauses soll einzig das Untergeschoss mit der kürzlich eingebauten Holzschnitzelheizung erhalten werden», fährt die Behörde fort. Vorgesehen ist, den Neubau im März 2019 fertigzustellen und dem Betrieb zu übergeben.

Einladungsverfahren gewählt

Rückblick: Im Juni 2013 genehmigte die Gemeindeversammlung einen ersten Kredit für die Schulraumplanung, im November 2014 einen Kredit für das Planerauswahlverfahren. Das Projekt des Brugger Büros Walker Architekten AG überzeugte die Jury und wurde zur Weiterbearbeitung gewählt.

«Da der Schulraumbedarf klar festgelegt ist, der Standort für den Neubau vorgegeben ist und dessen Architektur sich den bestehenden Schulraumbauten anzupassen hat, hat man gemäss dem Submissionsdekret auf ein zeitraubendes und kostenintensives Wettbewerbsverfahren verzichtet und für die Projektierung den Weg des sogenannten Einladungsverfahrens für die Bestimmung des Planerteams eingeschlagen», führt der Gemeinderat zum Ablauf aus. «Das heisst, es erfolgt eine Submission unter geeigneten und qualifizierten Planern.»

Anders ausgedrückt: Ein Projektteam von Architekten und Ingenieuren wird bestimmt und arbeitet ein Bauprojekt mit Kostenvoranschlag aus. Der Baukredit soll dann voraussichtlich der Gemeindeversammlung im Juni 2017 zur Genehmigung unterbreitet werden. Ab Januar 2018 ist der Baustart vorgesehen. Gerechnet wird mit Kosten von 6,2 Mio. Franken.

Erfreulicher Abschluss

Weiter entscheiden die Stimmberechtigten am Freitag, 10. Juni, über die Kreditabrechnung Ersatzbeschaffung Schlauchverlegemodul, die Gesamtrevision des Personalreglements, den Nachtragskredit von 44 000 Franken für die Projektierung der Lindenstrassen-Erneuerung, den Kredit von 495 000 Franken für die Sanierung des Kugelfangs der 300-Meter-Schiessanlage, die Satzungsänderung des Gemeindeverbands Feuerwehr Schenkenbergertal sowie die Rechnung 2015.

Diese schliesst um rund 560 000 Franken besser ab als budgetiert. Der Gewinn von 505 554 Franken wird dem Eigenkapital gutgeschrieben.

Gemeindeversammlung Freitag, 10. Juni, 20 Uhr, Aula Schinznach-Dorf.