Das Tanklöschfahrzeug (TLF), das der Brugger Feuerwehr von 1980 bis 2005 diente, wird in diesen Tagen in der belgischen Hafenstadt Antwerpen eingeschifft und via Afrika nach Uruguay verfrachtet. Dies berichtet Toti Roger vom spanischen Sozialprojekt «Sonrisas Nómadas», was soviel wie «wanderndes Lächeln» bedeutet. Mit einem Lächeln will das Projekt-Team die Welt verbessern. Es nimmt sich vor, reisend möglichst vielen Leuten in den Dörfern und Gemeinschaften zu begegnen.

Das Fahrzeug wurde für dieses Sozialprojekt umgebaut, lässt sich einfach in eine Zirkusbühne verwandeln und trägt den Namen «Dream Warrior» (Traum-Krieger). Je nach Aufführungsort arbeiten lokale Künstler oder Artisten mit. Dazu gehören auch Clowns und Musikdarbietungen. Nach einer längeren Rundreise durch Spanien, auf der Tausende Kinder und Erwachsene von den Zirkusvorführungen und Workshops profitieren konnten, ging die Fahrt von Cardedeu in Katalonien aus weiter nach Antwerpen. 

So wurde das alte Fahrzeug der Brugger Feuerwehr für "Sonrisas Nomadas" umgebaut.

16 Tage dauerte die Reise von Spanien nach Belgien: vom 15. Februar bis zum 1. März. Das Team lebt nach dem Motto «wir sind langsam unterwegs, aber wir reisen weit». Immer mit dabei im ausrangierten Brugger TLF ist ein Büro, von wo aus regelmässig die Facebook-Seite bearbeitet und eigene Videos geschnitten werden.

Nichts bringt sie vom Ziel ab

Die Leute von «Sonrisas Nómadas» lassen sich weder von Schnee noch von engen Strassenverhältnissen in kleinen Ortschaften von ihrem Ziel abbringen. Mit viel Humor, Kreativität und Improvisationstalent wollen sie die interessierte Bevölkerung – selbst in den abgelegensten Orten – so viel wie möglich an ihrem Traum teilhaben lassen. Das Team nutzt jede Gelegenheit, Schulen zu besuchen, mit Kindern unterschiedlicher Kulturen zusammenzuarbeiten und sich auszutauschen.

Gut 30 Tage ist das Brugger TLF mit seiner Equipe nun per Schiff auf hoher See unterwegs bis es in Montevideo, der Hauptstadt von Uruguay, wieder festen Boden unter den Rädern haben wird. Wohin die Fahrt anschliessend führt, weiss das Team von «Sonrisas Nómadas» noch nicht genau: Fest steht, dass die Reise noch lange dauern soll.