Im Baustellen-Café geht es lebhaft zu und her – wie jeden Donnerstag, wenn Architekt Fritz W. Gläser die Bewohnerinnen und Bewohner des Altersheims Eigenamt über die Umbauarbeiten informiert (die az berichtete). Die lärmintensivsten Arbeiten sind seit Ende Januar vorbei; diese Woche wurden die Bodenbeläge eingesetzt. Sie sind rutschfest, «was vor allem für unsere Demenzkranken wichtig ist», betont Altersheimleiter Martin Hüppi. Für 14 Patienten aus der Dementenabteilung «Schwalbennest» im ersten Stock bedeutete dies jedoch, dass sie nach dem temporären Auszug im Januar erneut dislozieren mussten: Diesmal freilich nur bis ins Parterre, in die Cafeteria. «Das war für die ‹Schwalbennest›-Bewohner wie für die Pflegenden keine einfache Situation», sagt Martin Hüppi.

Rückblende: Als die Bewohner am 14. Januar für 11 Tage in andere Heime nach Baden, Wettingen, Windisch und Gontenschwil umzogen, verblieb Hüppi im Altersheim Eigenamt – für den Heimleiter eine ungewohnte Situation: «Dem Haus fehlten die Bewohner, dafür waren Handwerker da.» Wie haben die Heimbewohner auf ihre Kurzferien reagiert? «Erstaunlich positiv», sagt Hüppi und zählt auf, was in Gontenschwil gefallen hat: «Das gemütliche Zusammensein in kleinen Gruppen. Anstelle des grossen Aufenthaltsraumes wurde in der Stube gleich neben der Küche gegessen – alle sassen an einem Tisch und das wurde geschätzt.» Martin Hüppi zieht eine positive Zwischenbilanz: «Die Arbeiten verlaufen nach Plan; nächste Woche wird das Licht installiert.» Ende August wird der Umbau mit einem Fest gefeiert. Eine Bewohnerin wird es allerdings nicht mehr erleben: Anna Crook. Die 88-Jährige ist vor einigen Tagen verstorben. Im Januar war sie mit ihrer Freundin Hedi Setz für elf Tage ins Sanavita Windisch gezogen. Der az-Journalistin hatte sie damals von Manchester erzählt, wo sie 34 Jahre lang gelebt hatte. Nun ist Anna Crook verstummt.