Haus Eigenamt

Altersheim-Eklat: Fast jedes dritte Mitglied will Kündigungen annullieren

Keine Ruhe im Altersheim: Seit den Entlassungen brodelt es im Haus Eigenamt in Lupfig. (Archiv)

Keine Ruhe im Altersheim: Seit den Entlassungen brodelt es im Haus Eigenamt in Lupfig. (Archiv)

Mit einer Unterschriftensammlung verlangen Mitglieder des Altersheimsvereins Eigenamt die sofortige Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung. Aufs Tapet kommen sollen die Neuwahl des Vorstands und die Aufhebung der acht Freistellungen.

Das Haus Eigenamt in Lupfig ist wegen dem Norovirus noch immer geschlossen. Deshalb fand die Unterschriftenübergabe am Mittwochabend im Eingangsbereich des Altersheims statt. Vereinspräsident Tobias Kull nahm von einer Dreier-Delegation 116 Unterschriften von Vereinsmitgliedern und 30 von solchen, die gerne Mitglied werden möchten, entgegen. Der Altersheimverein Eigenamt zählt aktuell rund 400 Mitglieder.

Ueli Rufli (von links), Ernst Wüst und Antonino Vecchio übergeben dem Präsidenten des Altersheimvereins Eigenamt, Tobias Kull, die Unterschriftensammlung.

Ueli Rufli (von links), Ernst Wüst und Antonino Vecchio übergeben dem Präsidenten des Altersheimvereins Eigenamt, Tobias Kull, die Unterschriftensammlung.

Die Unterzeichnenden verlangen die schnellstmögliche Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung und zwar aus folgendem Grund: Gemäss Statuten müsste die ordentliche GV im ersten Quartal des Jahres stattfinden. Aufgrund der aktuellen Turbulenzen im Haus Eigenamt entschied der Vorstand aber, die auf den 18. März vorgesehene GV zu verschieben.

Acht Entlassungen im Altersheim Eigenamt: Eine Mitarbeiterin erzählt.

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Die Vereinsmitglieder befürchten nun, dass die dringenden anstehenden Probleme und Diskussionen aufgeschoben würden. Es sei absolut wichtig, dass das oberste Organ des Vereins, also die Mitgliederversammlung, informiert werde und darüber Beschluss fassen könne, heisst es ihrem Antrag.

Vorstand soll abgewählt werden

Traktandiert werden sollen für die ausserordentliche Generalversammlung unter anderem die «Abwahl und Neuwahl des Vorstands» sowie die «Aufhebung der gegenüber den Mitarbeitenden im Februar ausgesprochenen Kündigungen».

Verlangt mindestens ein Fünftel der Mitglieder eine ausserordentliche GV, muss der Vorstand diese einberufen. So steht es in den Statuten. Geschieht dies nicht, wollen die Mitglieder den Rechtsweg beschreiten.

Altersheim-Streit in Lupfig: Darum hatte Fredi Bärtschi hat genug vom Vorstand (Tele-M1-Bericht vom März 2015).

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«Dieses Vorgehen steht im Einklang mit den Beschlüssen der vier Einwohnergemeinden und wird von der Kontaktgruppe begrüsst», teilt Vorsteher Hans Vogel aus Scherz in einem Schreiben mit.

Ueli Rufli aus Lupfig sagt, dass er damit rechnet, dass bis zum 18. März eine Einladung vorliegt. Berücksichtigt man die nötige Vorlaufzeit für Versand und das Einreichen von Anträgen, ist gemäss Präsident Tobias Kull mit der Durchführung der Versammlung in frühestens einem Monat zu rechnen.

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