Schwere Geräte dröhnen, Handwerker wuseln umher auf dem Gelände im Zentrum von Windisch: Überall wird mit Hochdruck gearbeitet rund um das Alters- und Pflegeheim Lindenpark der Sanavita AG. «Wir leben derzeit auf einer Baustelle», bestätigt Geschäftsführer Marco Anselmi.

Das bestehende Gebäude ist gegenwärtig mit einer provisorischen Wand versehen, abgebrochen wird der angrenzende, älteste Altersheim-Teil aus den Sechzigerjahren. Von den Obergeschossen ist nichts mehr zu sehen. In diesen Tagen nagt der Baggerzahn am Untergeschoss und an den Zivilschutzräumen. Sind die Tätigkeiten abgeschlossen, werden der Aushub und das Fundament für den neuen Trakt erstellt. Dieser soll bis Ende Jahr fertiggestellt und ab Anfang 2016 bezogen werden, sagt Anselmi.

Für alle einen neuen Namen

Der Neubau wird übrigens den Namen «Limmat» erhalten. Der im letzten Jahr realisierte und schon bezogene fünfgeschossige Osttrakt, in dem 40 Zimmer sowie eine Küche untergebracht sind, heisst «Reuss», der früher unter der Bezeichnung «Bau 95» bekannte Altersheim-Teil trägt neu die Bezeichnung «Aare». Apropos: Letzterer ist ab Ende des letzten Jahres leicht saniert worden. Er ist bereits wieder bewohnt, auch wenn einige Anpassungsarbeiten noch im Gang sind. Im Gebäude sind unter anderem die Beleuchtung und die Bodenbeläge angepasst, kurz: eine gemütliche Atmosphäre ist geschaffen worden. Im Erdgeschoss ist ein Zentrum für die Öffentlichkeit zu finden mit Restaurant, Cafeteria und verschiedenen Mehrzweckräumen für Anlässe aller Art.

«Der Lindenpark mit seinem Kleintierpark wird nach Fertigstellung ein markantes, für die Bevölkerung offenes und nutzbares Zentrum von Windisch», stellt Anselmi fest. «Die Stimmung unter den Bewohnern und Angestellten ist gut, trotz intensiver Bautätigkeit», fährt der Geschäftsführer fort. Weder von Umtrieben und Lärm noch von Staub und Erschütterungen lassen sich die Beteiligten aus der Ruhe bringen. Oder auch nicht von kleineren Überraschungen, die fast täglich auftreten können, wie etwa Fehlalarme.

Dass es bisher zu keinen grösseren Schwierigkeiten gekommen ist, führt Anselmi nicht zuletzt auf das grosse Engagement aller Involvierter sowie speziell der Bauleitung zurück. Diese leiste hervorragende Arbeit und habe Erfahrung mit Umbauten unter laufendem Betrieb. «Das bewährt sich», sagt er und fügt mit Freude an: «Wir bewegen uns im Terminplan und auch der Kostenrahmen kann voraussichtlich eingehalten werden.»

Top-moderne Infrastruktur

Zur Erinnerung: Die anspruchsvolle, rund 24 Mio. Franken teure Erweiterung des Alters- und Pflegeheims ist nach einer mehrjährigen Planungsphase im September 2013 angepackt worden. In Zukunft – nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit – wird der Lindenpark über eine topmoderne Infrastruktur verfügen mit 120 Pflegezimmern. Während der Bauphase wurde die Bettenkapazität leicht auf 84 Zimmer mit 92 Betten reduziert. Mit der Erweiterung des Lindenparks will die Sanavita AG einen substanziellen Beitrag leisten zur Behebung des Defizits an Pflegebetten in der Versorgungsregion Brugg.