Birr

Alstom setzt mit diesem Kreiselschmuck ein für alle sichtbares Zeichen

Letzter Schliff für den neuen Alstom-Kreisel – bevor die Turbine dann bis zur Einweihung verhüllt wurde.

Letzter Schliff für den neuen Alstom-Kreisel – bevor der Rotor dann bis zur Einweihung verhüllt wurde.

Auf dem Kreisel Nidermatt-/Eigenämterstrasse thront neu ein gewichtiger Schmuck. Das rund 50 Tonnen schwere Teil eines Gasturbinenrotors hat die benachbarte Firma Alstom zur Verfügung gestellt. Zur Krönung soll der Kreisel noch beleuchtet werden.

An der von zahlreichem Publikum verfolgten und von der Blaskapelle Eigenamt umrahmten Enthüllung des Kreiselschmucks waren nebst den Gemeindebehörden und Kantonsvertretern diverse Kadermitglieder des weltweit tätigen Konzerns anwesend. Nach der Begrüssung durch Ammann Markus Büttikofer blickte Vizeammann André Guillet auf die industrielle Entwicklung in Birr zurück. Diese begann 1961 mit der Betriebsaufnahme der BBC im grossen Stil und setzte sich über die ABB bis zur heutigen Alstom fort, die seit 1999 hier tätig ist.

«Diese Produktionsstätten haben neben einigen anderen Firmen die Struktur und das Image unserer Gemeinde massgeblich geprägt. Deshalb macht das Werkstück in Form eines Rotorteils auf dem neuen Kreisel in unmittelbarer Nähe des Firmengeländes Sinn», so Guillet. Sein Dank ging speziell an Hans-Peter Meer, den früheren Leiter des globalen Services thermische Kraftwerke bei Alstom, mit dem das Projekt definitiv aufgegleist werden konnte, sowie an Jürg Schmidli, Leiter der Gasturbinenentwicklung, und Folker Annutsch, Werkchef in Birr.

Durchmesser von drei Metern

Laut Jürg Schmidli stammt der Kreiselschmuck von einer Gasturbine des weltweit im Einsatz stehenden Typs Alstom GT26. Das im Originalzustand blanke Rotorteil mit rund drei Metern Durchmesser wurde unter erheblichem Zeitaufwand eigens aufbereitet. Die Welle präsentiert sich nun in weisser Farbe, während die vier dekorativen Schaufelkränze blau gespritzt sind.

Das Bereitstellen im Betrieb und die vor einigen Tagen erfolgte Platzieren mittels Mobilkranen auf dem massiven Kreiselfundament aus Beton bildeten gemäss Folker Annutsch eine nicht alltägliche Aufgabe. Aber man sei es sich im Unternehmen gewohnt, mit Herausforderungen umzugehen. Dazu gehört auch das Hochhalten von Innovationsbereitschaft und Forschung. So ist der grösste Arbeitgeber der Region immer wieder mit anspruchsvollen Entwicklungsprojekten beschäftigt. In Birr verfügt die Alstom (Schweiz) AG mit Hauptsitz in Baden zu diesem Zweck über einen eigenen Grossprüfstand für ihre Hightech-Gasturbinen.

Beleuchtung vorgesehen

Die befragten Zaungäste aus dem Publikum äusserten sich grossmehrheitlich positiv zum Kreiselschmuck. «So ein Rotorteil passt einfach hierher», meinte zum Beispiel ein ehemaliger langjähriger Mitarbeiter von BBC/ABB. Ein Ehepaar war etwas geteilter Meinung. Während sich der Mann begeistert zeigte, gab sich seine offenbar weniger technikorientierte Frau eher zurückhaltend. Eine andere Zuschauerin regte die Einrichtung einer Beleuchtung an. Gemeindeammann Markus Büttikofer: «Dies ist in Zusammenarbeit mit dem Kanton vorgesehen, um den Kreiselschmuck nachts gebührend ins rechte Licht zu rücken.»

Meistgesehen

Artboard 1