Das KleinLaut Festival wird von jungen Erwachsenen organisiert und bietet neben dem abwechslungsreichen Musik- auch ein breit gefächertes Rahmenprogramm, welches Überraschungen bot.

Musik schallt durch die Nacht. Die Menge tobt und feiert, als würde es kein Morgen geben. Die Walliser Sängerin «KT Gorique» heizt die Menge weiter an und schreit ins Mikrofon: «Wollt ihr vollends abheben?» Die Antwort des Publikums ist eindeutig. Während rund eineinhalb Stunden rappt die junge Frau mit ivorischen und italienischen Wurzeln auf Französisch und liefert eine mitreissende Bühnenshow.

Bunt, familiär und abwechslungsreich: KleinLaut Festival

Bunt, familiär und abwechslungsreich: KleinLaut Festival

Neben 12 Hauptbands traten drei Bands auf der Nebenbühne auf. Zwei DJs sorgten zudem für Partystimmung nach Ende des Konzertprogramms. Für Überraschungen sorgte zudem das vielfältige Rahmenprogramm. So staunte manch ein Festivalbesucher nicht schlecht, als plötzlich von den Veranstaltern zum Massageworkshop aufgerufen wurde. Darüber hinaus gab es mitunter einen Rock ’n’ Roll-Tanzkurs oder auch eine Käfertour. Bei letzterer wurden gemeinsam mit zwei Biologen die Insekten auf dem Festgelände bestimmt.

Das Festival wurde von einem 15-köpfigen OK sowie rund 200 Helfern organisiert. «Wir unterscheiden uns von anderen Festivals insbesondere durch unsere familiäre und gemütliche Atmosphäre. Wir machen alles selbst und sind stets mit viel Herzblut dabei», betont Presseverantwortliche und OK-Mitglied Selina Mbiyavanga. Das Open Air fand vom Freitag, 26. Juli, bis am Samstag, 27. Juli, statt und lockte rund 2000 Besucher an.

Unter den Festivalbesuchern war auch Tobias Zanin, 31, aus Umiken, welcher das Festival gemeinsam mit seiner Freundin und seinem sechs Wochen alten Sohn besuchte. «Ich geniesse das Festival in vollen Zügen. Bis zum letzten Jahr war ich noch im OK als Chef Infrastruktur mit dabei und konnte deswegen die Konzerte meist nicht oder nur teilweise mitverfolgen. Nun habe ich aus eigener Initiative für einen Jüngeren Platz gemacht», verrät Zanin. Die neu gewonnene Freiheit geniesst er sehr, dennoch weiss er: «Wenn ich das unglaubliche Engagement des OKs und all die glücklichen Menschen sehe, dann wird mir heute sogar noch mehr bewusst, dass sich der Aufwand tausendfach lohnt.»