Brugg
Allstar-Tribut an Bob Marley zum grossen Finale der «Artbar»

Mit Robbie Caruso, Claudio Cassano und Regula Zimmerli hat es Claudia Piani wieder geschafft, dem kleinen Brugg ein kulturelles Highlight vor Weihnachten zu bescheren. Auch Michel Gammenthaler mischte sich mit Frau Caro unter die Derniere-Gäste.

Ursula Burgherr
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Bunt zusammengewürfelte Kombination von Musikern huldigen am «Artbar»-Finale dem Reggae.

Bunt zusammengewürfelte Kombination von Musikern huldigen am «Artbar»-Finale dem Reggae.

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«Ich bin müde, denn ich habe in den letzten 14 Tagen wenig geschlafen», sagte Claudia Piani vom «Artbar»-Team. Aber sie strahlte über das ganze Gesicht: denn mit Robbie Caruso, Claudio Cassano und Regula Zimmerli hatte sie es wieder geschafft, dem kleinen Brugg ein kulturelles Highlight vor Weihnachten zu bescheren. Auch Michel Gammenthaler mischte sich mit Frau Caro unter die Derniere-Gäste. Sein Auftritt zusammen mit «Ohne Rolf» gehört zu den diesjährigen Höhepunkten im Programm. «Die Leute haben gebrüllt vor Vergnügen», meinte Piani.

Kunst und Musik gut gemischt

Das Ehepaar Matt aus Zürich besucht seit mehreren Jahren regelmässig die «Artbar»: «Diese Mischung aus Kunst und Musik gibt es in der Grossstadt nicht.» Dominic Niesch aus Riniken schätzt die relaxte Atmosphäre. «Ich finde es stets gemütlich, auch wenn es proppenvoll ist.» Und das war es besonders, wenn bekannte Acts wie Stiller Has oder Hendrix/Caruso auf dem Programm standen.

«Weil der Ort so klein ist, kommt man den Künstlern nahe, wie sonst selten. Und kann nach dem Konzert mit Endo Anaconda noch an der Bar plaudern», meinten Elke und Damir Delimar aus Windisch. Der Badener Damian Erb war voll des Lobes: «Es gibt immer spannende Konzerte mit ungewöhnlichen Künstlerkombinationen.» Für das Reggae-Konzert zum Finale vereinten sich Stonee (Keyboard), Moro von Fusion Square Garden und Chrigi Ertl (Vocal), Robbie Caruso (Gitarre), Pat Wettstein (Percussion) und die Lehmann-Sisters (Backing Vocals). Ex-Tagesschau-Sprecher und Sänger Heiri Müller, der sonst mit Caruso tourt, war ebenfalls dabei und liess sich von Bob-Marley-Hymnen mitreissen.

Adi Lehner aus Baden staunte, wie viel Volk an den «Artbar»-Abenden zusammenkommt. Fernando Cassano erzählte: «Ich verschiebe sogar meine Winterferien wegen der ‹Artbar›.» Sein Fazit zum Finale: «Unbedingt so weitermachen.» Im nächsten Jahr geht es in die 10. Runde und das Organisationsteam steckt bereits wieder voller neuer Ideen. Claudio Cassano: «Diverse Künstler haben schon ihre Zusage gegeben. Sie sind Feuer und Flamme dafür, bei uns in Brugg auftreten zu können.» Man darf also auf 2013 gespannt sein.