Brugg-Windisch

Alljährlicher Neujahrsempfang: Im Campussaal herrschte gelassene Stimmung

Barbara Horlacher (links) und Heidi Ammon überreichen dem Referenten Peter Staub einen Kuchen mitsamt Glasteller.

Barbara Horlacher (links) und Heidi Ammon überreichen dem Referenten Peter Staub einen Kuchen mitsamt Glasteller.

Am Neujahrsempfang stossen Unternehmer aus Brugg und Windisch gemeinsam an.

In einem gutgefüllten Campussaal empfingen am Dienstagabend die Windischer Gemeindepräsidentin Heidi Ammon (SVP) und Bruggs Stadtammann Barbara Horlacher (Grüne) Unternehmer der beiden Gemeinden und stiessen gemeinsam auf das neue Jahr an.

Zum ersten Mal befanden sich dieses Jahr nach der erfolgten Fusion zwischen Schinznach-Bad und Brugg Wirtschaftsvertreter des neuen Quartiers unter den geladenen Gästen. Der Anlass dient dazu, die Region zu verknüpfen und den Austausch im Unternehmertum zu fördern.

Schizophrenie als neue Normalität

Zum Auftakt des Anlasses unterstrich Barbara Horlacher den Wert der Unternehmen für die gesellschaftliche Integrität und die finanzielle Sicherheit in der Region. Sie wies die Gäste auf die Wichtigkeit des persönlichen Austausches beim anschliessenden Apéro hin. Für das angebrochene Jahr wünschte sie der Verwaltung und dem Publikum ein geselliges Miteinander, auch mit der Politik. Heidi Ammon stellte darauffolgend den Referenten des Abends vor: Peter Staub.

Peter Staub, ein Urwindischer, hat sich als CEO der Beratungsfirma pom+ in der Immobilienbranche spezialisiert. Sein Unternehmen ist ein Vorreiter der Digitalisierung. Mit lustigen und unterhaltsamen Anekdoten aus seiner Kindheit in Windisch zeigte Peter Staub auf, wie viel sich über die Jahre verändert hat.

«Digitaler Zwilling»

Besonders das Lokalgewerbe sei grossen Umstülpungen unterworfen gewesen. Mit einer Erinnerung an wiederholte Kontakte mit schizophren Erkrankten aus Königsfelden während seiner Jugend kommt der Windischer auf das eigentliche Kernthema zu sprechen: Die Themenwahl des Referats unter dem Namen «Schizophrenie als neue Normalität» liess vorerst aufhorchen: Wie verknüpft der profilierte Unternehmer die psychische Krankheit mit dem Neujahrsempfang?

Obwohl seine Definition der psychischen Erkrankung etwas inakkurat war, meisterte er es fabelhaft, eine interessante und topaktuelle Geschichte über die gegenwärtige digitale Veränderung zu erzählen. Mit praktischen Beispielen aus seiner Branche erläutert Peter Staub, wie die Welt sich verändern könnte. Der Begriff «Digitaler Zwilling» fällt häufig. Damit meint er eine digitale Replika eines reellen Gegenstands. Unsere Realität dürfte, seiner Meinung nach, durch eine digitale erweitert werden.

Ein Apfel aus Windisch und ein Glasteller aus Brugg

Als Dank für sein Referat erhielt er von der Windischer Gemeindepräsidentin einen hellgrünen Kuchen in der Form eines Apfels. Mit den Worten «Die Farbe Grün steht in diesen Zeiten auch für das Klima» überreichte Heidi Ammon ihr Geschenk. Barbara Horlacher ergänzte, Brugg sei nicht anteillos am Geschenk, man habe den Glasteller gesponsert. Der Kommentar löste Lacher im Publikum aus.

Als Abschluss taten sich die rund 300 Gäste beim Apéro im Campussaal gütlich. Zusammen wurde auf ein erfolgreiches 2020 und gute Zusammenarbeit angestossen.

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