Brugg

Alles dreht sich im «Odeon» bis im Mai um Kultur und Kulinarik

Sie lancieren ein neues Format: Gina Sträuli und Stephan Filati sind die Gastgeber beim Filmdinner im Kulturhaus Odeon.

Sie lancieren ein neues Format: Gina Sträuli und Stephan Filati sind die Gastgeber beim Filmdinner im Kulturhaus Odeon.

Unterhaltung, Gaumenfreuden und neue Kinostühle: Mit Filmdinner startet am 18. Oktober im «Odeon» eine neue Filmreihe. Jeweils am dritten Sonntag im Monat werden ausgesuchte Filme mit einem passenden Menü umrahmt.

«Neue Formate haben sich für eine optimale Nutzung von Kinosaal, Bar und Forum sozusagen aufgedrängt», sagt Stephan Filati, Betriebsleiter im Kulturhaus Odeon in Brugg. Zusammen mit seinem Team, zu dem Barleiterin Gina Sträuli gehört, wurde nebst der Filmnacht, der Teatime und dem Gartenprogramm neu das Filmdinner ins Leben gerufen. Premiere dieses Formats ist am 18.Oktober mit dem Film «How to cook your life» von Doris Dörrie. Der Film begleitet dokumentarisch drei Kochkurse des Zen-Lehrers Edward Espe Brown. Brown bringt den Teilnehmern die Kunst des Kochens bei, zugleich unterrichtet er sie in der «Kunst des Lebens».

Das Filmdinner findet jeden dritten Sonntag im Monat statt und startet jeweils um 16.30Uhr mit der Vorspeise. Um 17 Uhr wird der Film gezeigt und danach der Hauptgang serviert. Selbstverständlich passen die Menüs immer zum Film, der sich ebenfalls dem Essen und Trinken verschrieben hat. «Die Menüwahl wird erst im Team und dann mit Metzger Meier aus Windisch besprochen», sagt Gina Sträuli. Die Hauptgänge liefert ausschliesslich die Metzgerei, die Vorspeisen werden teilweise auch von Sträuli und ihrem Team kreiert.

Buddhistisches 3-Gang-Menü

Fürs Filmdinner muss man sich fünf Tage vorher anmelden, damit die Köche wissen, wie grosse Töpfe gewählt werden müssen. Alle, die sich einen Platz reserviert haben, werden vorgängig vom «Odeon»-Team kontaktiert, um eventuelle Lebensmittelunverträglichkeiten abzuklären. Wer kein Fleisch isst, kann sich trotzdem über Köstlichkeiten freuen. «Wir sind bestens gewappnet, um unsere Gäste auch vegan zu verwöhnen», betont Sträuli, die seit Anfang Jahr das «Odeon»-Team verstärkt. Bei der Premiere wird zum Zen-Lehrer passend ein buddhistisches
3-Gang-Menü auf die Teller gezaubert.

«Welche Filme sich für Kultur und Kulinarik eignen, haben wir teilweise aus einem Kochbuch, das Filme und deren Ess- und Trinkkultur thematisiert», sagt Filati. So sei es nicht allzu aufwendig gewesen, acht Filme zu wählen und acht dazu passende Menüs zu kreieren. Nur bei einem Film habe es nicht geklappt. «‹Ratatouille› dürfen wir in diesem Kontext nicht aufführen, da der Weltvertrieb ein Remake plant», sagt der Betriebsleiter. Ersatz war mit «Chocolat» schnell gefunden. Dieser süsse filmische Leckerbissen mit Juliette Binoche und Jonny Depp wird selbstverständlich mit einem 3-Gang-Menü mit Schokolade abgerundet.

Neue Stühle sind unterwegs

Bei den acht Vorstellungen kommen alle Kinogänger, ob Freunde von Liebesgeschichten, Komödien oder Gangsterfilmen auf ihre Kosten. Das Filmdinner-Finale wird am 22. Mai mit «Goodfellas», einem mehrfach preisgekrönten Mafia-Drama, beendet. Allerdings nur vorerst, eine Neuauflage wird bei entsprechender Nachfrage gerne ins Auge gefasst. Ein weiteres Format steht bereits in den Startlöchern. «Bei der neuen Filmreihe ‹Kultfilme – Kultdrinks› werden wir immer einmal im Monat in der Bar einen Drink servieren, der im später gezeigten Film eine Rolle spielt. Ein Highlight der Reihe wird sicher der Film ‹The Big Lebowski› mit dem Drink ‹White Russian› sein, den wir am 27. Februar zeigen», lässt sich Filati in die Karten blicken.

Aber erst steht noch ein anderer, entscheidender Moment auf dem Programm: die Lieferung der neuen Stühle. «Wir mussten lange warten, doch nun wissen wir, dass die Sitzgelegenheiten bereits verladen und zu uns unterwegs sind», betont Filati erfreut. Wer sich fürs Filmdinner am 18. Oktober anmeldet, kann gewiss sein, auf einem neuen, bequemen Stuhl mit etwas höherer Rückenlehne als beim Vorgänger zu sitzen.

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