Allerheiligen

Allerheiligen: Nachfrage für die Gestecke für die Gräber lässt nach

Ein Blumenstand bietet Gestecke zum heutigen Feiertag – Allerheiligen. Steffen Schmidt/key

Ein Blumenstand bietet Gestecke zum heutigen Feiertag – Allerheiligen. Steffen Schmidt/key

Der heutige Tag ist ein spezieller: Menschen suchen die Gräber von Angehörigen mit Gestecken auf. Müssen die Blumengeschäfte also besonders viele feilhalten? Nicht unbedingt, wie unsere kleine Umfrage im Bezirk Brugg zeigt.

«Allerheiligen spielt im reformierten Bezirk Brugg nicht jene grosse Rolle wie in einer katholischen Region», hält Elsbeth Leuenberger fest. Die Geschäftsinhaberin des Blumengeschäftes Umiker in Hausen beobachtet seit längerem folgendes: «Die Nachfrage nach Gestecken für Allerheiligen ist rückläufig.» Weshalb das so ist, kann Leuenberger lediglich mutmassen: «Es gibt heute mehr Gemeinschaftsgräber oder Waldbestattungen als früher.»

Damit seien auch die Friedhofsbesuche an Allerheiligen zurückgegangen. Gleichwohl macht das Blumengeschäft Umiker nach wie vor Gestecke. «Solche mit natürlichen Zutaten wie etwa Tannzapfen oder Islandmoos.»

Bei Blueme Kari in Windisch hat man diese Woche «viele Grabkissen und -herzen, zum Beispiel aus Islandmoos, hergestellt», sagt Celine Allemann und verweist auf Blautannengestecke. «Gefragt sind ausserdem die rötlichen Erika und Stiefmütterchen.» Doch, nickt Celine Allemann, die seien robust genug, um der Kälte standzuhalten.

Günstige Geschäftslage

Dass Gestecke nach wie vor gefragt sind, führt Blueme Kari nicht zuletzt auf einen günstigen Umstand zurück. «Unser Geschäft liegt ganz in der Nähe der Katholischen Kirche. Viele Menschen besuchen an Allerheiligen zuerst den Gottesdienst, danach kommen sie zu uns und kaufen Blumen oder Gestecke.»

Das Amaryllis-Team in Brugg bekommt den Feiertag «derzeit zwar zu spüren, aber nicht so stark wie in einer katholischen Gegend». Herzförmige Grabgestecke, Grabkissen sowie Erika und Christrosen sind in diesem Blumengeschäft Trumpf.

Wie sieht es bei Gloriosa in Birr aus? Ko-Geschäftsleiterin Evelyne Burren bestätigt Elsbeth Leuenbergers Eindruck. «Die Nachfrage hat nachgelassen.» Woran mag das liegen? Burren erwähnt die Gemeinschaftsgräber, aber auch Grossverteiler. «Diese könnten bei der mangelnden Nachfrage eine Rolle spielen. Sie können Gestecke billiger anbieten als ein Fachgeschäft.» Dieses bietet dafür Handarbeit nach individuellen Wünschen.

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