Windisch
«Allerhand Fragen und Spekulationen» um Heinz Wipfli

Der Umstand, dass er sich erst spät für eine Kandidatur als Gemeindeammann entschied, so der Windischer Vizeammann Heinz Wipfli (CVP), habe zu «allerhand Fragen und zum Teil unzutreffenden Spekulationen» geführt.

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zvg

In einer Stellungnahme legt Wipfli seine «spezielle» Situation dar und gibt einen Einblick in die Hintergründe seiner Kandidatur.

«Nach dem gesundheitsbedingten Ausfall von Gemeindeammann Hanspeter Scheiwiler übernahm ich als Vizeammann seine Amtsaufgaben», führt Wipfli aus.

«Je länger die Vakanz dauerte, umso mehr geriet ich in einen Zielkonflikt zwischen dem politischen Amt und meinem ebenfalls anspruchsvollen beruflichen Auftrag als Projektleiter und Ingenieur.» Es sei richtig, dass er noch im Frühsommer glaubte, es sei ihm möglich, die Doppelaufgabe von Beruf und Vizeammann-Amt zu bewältigen. «Deshalb liess ich mich erneut als Vizeammann aufstellen.»

An Grenze gestossen

Nach intensiven Erwägungen habe er sich Ende der Sommerferien aber zu einer grundsätzlichen Neuorientierung in seinem künftigen Berufsleben entschieden, so Wipfli weiter. «In den Erörterungen mit meinem Arbeitgeber zeigte sich, dass ich mit meiner Doppelfunktion als Projektleiter und politischer Amtsträger an eine klare Grenze stosse. Aus diesem Grund entschloss ich mich für eine Kündigung meiner Anstellung als Projektleiter.» Anders gesagt: «In Bezug auf meine berufliche Zukunft heisst dies, dass ich mich in einer für Entscheidungen günstigen Situation befinde, die nun eine Neupositionierung möglich macht.»

Sein Gemeinderatsamt übe er gerne und mit viel Einsatz aus, betont der amtierende Vizeammann. «Als ich vor acht Monaten stellvertretend die Amtsgeschäfte unseres erkrankten Gemeindeammanns übernehmen musste, wuchs ich schnell in diese komplexe Arbeit hinein und fand an ihr Gefallen.

Dies und meine berufliche Neuorientierung waren der Grund meines jetzigen Entscheids, mich bei der Wählerschaft für das Gemeindeammann-Amt zur Verfügung zu stellen», so Wipfli. Und: Da dieses Amt gemäss Pflichtenheft ein Teilamt sei, könne er in seiner Situation den Umfang seiner künftigen Anstellung als Ingenieur «je nach Ausgang der Wahl» flexibel gestalten. (az)