Brugg

Abklärungen für den neuen Neumarktplatz dauern länger als angenommen

Beliebter Aufenthaltsort: An einem milden Herbstnachmittag herrscht viel Leben auf dem Neumarktplatz.

Beliebter Aufenthaltsort: An einem milden Herbstnachmittag herrscht viel Leben auf dem Neumarktplatz.

Der Leiter der Abteilung Planung und Bau sagt, warum sich Aufwertung des Zentrums verzögert – immer wieder

Der Neumarktplatz mitten in Brugg ist beliebt und belebt wie eh und je. Und er sieht aus wie eh und je – abgesehen von den Sitzinseln, die dieses und letztes Jahr um die Baumrabatten angeordnet worden sind und die sich bestens bewähren.

Schon eine gefühlte Ewigkeit wird darüber diskutiert, wie das Areal neu und attraktiver gestaltet werden kann. Mitte 2016, hiess es zuletzt, seien konkrete Resultate zu erwarten. Mittlerweile ist es wieder ruhig geworden um die Aufwertung, die grossen Veränderungen sind ausgebleiben.

«Es ist leider so, dass die Abklärungen länger dauern als angenommen», sagt Armin Leupp, Leiter der Abteilung Planung und Bau in Brugg. Er begründet die Verzögerungen mit der Komplexität des Vorhabens, den vielen Schnittstellen zu den diversen Beteiligten sowie der Arbeitsauslastung der eigenen Abteilung und des beauftragten Planers. «Wir bearbeiten derzeit zahlreiche und umfangreiche Projekte», gibt Leupp zu bedenken. Als Stichworte nennt er die Revision der Nutzungsplanung, die Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Stapfer oder die Zentralisierung der Verwaltung auf dem Areal «Alte Post». Kurz: Es sei unvermeidlich, Prioritäten zu setzen, sagt Leupp. «So können sich angekündigte Termine manchmal auch verschieben.»

2012 wurde Kredit genehmigt

Für das Areal zwischen Bahnhof- und Lindenplatz wurden schon 2005 und 2006 in einem Studienauftrag Vorschläge erarbeitet – «zur Verbesserung der heute unbefriedigenden Situation», wie es damals hiess. Denn dem Gebiet komme eine besondere Bedeutung zu: als Eingangsbereich in die Stadt sowie als Verkehrsscharnier. Später wurde der Planungsperimeter angepasst und erweitert, mit einbezogen wurden der Lindenplatz und die Hauptstrasse bis an die Altstadt. Zusätzliche Grundlagen lieferten ebenfalls die Resultate aus der Machbarkeitsstudie für die Campuspassage sowie für den neuen Aufgang zum Neumarktplatz.

«Eine Stätte der Begegnung, des Bewegens und Verweilens soll geschaffen werden», stand im Juli 2012 in der Botschaft an den Einwohnerrat. Für die Planung «Aufwertung Bahnhofplatz-Neumarkt» wurde ein Kredit von 255 000 Franken bewilligt. Mit diesem Betrag, so das Ziel, werden die vorhandenen Vorschläge weiterbearbeitet. Ein Masterplan im Massstab 1:500 sollte die Teilprojekte und deren Prioritäten aufzeigen. Der Abschluss der Planung war ursprünglich auf Ende 2013 vorgesehen.

Bis heute erfolgreich umgesetzt worden sind im Zentrum in Brugg das Fussgängerleitsystem, das Busterminal «Bahnhof Campus» sowie die Verlängerung der Personenunterführung Mitte. Realisiert wurde – zusammen mit den SBB – auch die doppelstöckige Veloparkierung beim Bahnhof. Die verschiedenen Planungen und unterschiedlichen Interessenslagen – involviert sind neben den SBB auch der Kanton – mit ändernden Rahmenbedingungen hätten immer wieder Anpassungen erfordert, sagt Armin Leupp. «Die Neugestaltung des Neumarktplatzes ist nur ein Puzzleteil am Bahnhof», fügt er an. Genauso wichtig seien der Busbahnhof auf Brugger Seite, die Fussgängerquerung der Bahnhofstrasse, die Campuspassage sowie die Wegführung für die Fahrradfahrer zwischen Brugg und Windisch.

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