Bezirk Brugg
Abgewählter Grünliberaler: «Ich war mir bewusst, dass es knapp werden könnte»

Markus Lang aus Brugg wird dem Kantonsparlament in der nächsten Amtsperiode nicht mehr angehören. Die Grünliberalen haben im Bezirk Brugg 0,36 Prozent Wähleranteile und damit den einzigen Sitz verloren.

Claudia Meier
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Markus Lang, GLP, Brugg: Er gehörte dem Grossen Rat seit 2015 an.

Markus Lang, GLP, Brugg: Er gehörte dem Grossen Rat seit 2015 an.

Ammon Karin

Obwohl der 54-jährige Markus Lang aus Brugg sein Resultat mit 1374 Stimmen gegenüber den Wahlen vor vier Jahren (703 Stimmen) fast verdoppeln konnte, gehört der Grünliberale dem Grossen Rat künftig nicht mehr an. Die Partei hat im Bezirk Brugg Wähleranteile eingebüsst und konnte mit 4,65 Prozent den einzigen Sitz nicht mehr verteidigen.

Markus Lang sagt auf telefonische Nachfrage: "Ich war mir bewusst, dass es knapp werden könnte." Bei den letzten Gesamterneuerungswahlen holten die Grünliberalen den Sitz nur sehr knapp und konnten Adriaan Kerkhoven aus Brugg nach Aarau schicken. Kerkhoven trat während der Legislatur zurück. Lang konnte im März 2015 nachrutschen.

Stärkerer Einsatz auf kommunaler Ebene

Etwas enttäuscht über die Abwahl sei er schon, räumt Markus Lang ein. Denn in der Stadt Brugg, wo er auch Mitglied des Einwohnerrats ist, habe er ein gutes Resultat erreicht. Aber offenbar seien die Grünliberalen ausserhalb des Zentrums – beispielsweise im Schenkenbergertal oder im Eigenamt – politisch weniger wahrgenommen worden.

Ziel müsse es sein, dass die Partei künftig wieder stärker in der Öffentlichkeit wahrgenommen werde, betont Lang. Die Abwahl hat für ihn auch positive Seiten: "Ich werde in Zukunft sicher wieder etwas mehr Zeit haben. Das kommt auch meiner beruflichen Neuorientierung entgegen." Zudem wolle er sich als Einwohnerrat noch stärker auf kommunaler Ebene engagieren.