Umiken
Abgewählte Pfarrerin Christina Winkler bleibt bis auf weiteres krank

Ende September wurde Umikens reformierte Pfarrerin Christina Winkler abgewählt. Gut drei Wochen später wurde sie krank geschrieben. Das bleibt bis auf weiteres so. Auf Anfang 2015 hat die Kirchgemeinde nun einen Stellvertreter als Pfarrer angestellt.

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57 Stimmberechtigte haben am Sonntagmorgen nach dem Gottesdienst an der Kirchgemeindeversammlung in der Kirche Umiken teilgenommen.

57 Stimmberechtigte haben am Sonntagmorgen nach dem Gottesdienst an der Kirchgemeindeversammlung in der Kirche Umiken teilgenommen.

AZ

Nach der knappen Abwahl von Pfarrerin Christina Winkler sei die Kirchenpflege der reformierten Kirchgemeinde Umiken daran, die Weichen für das kommende Jahr zu stellen, sagte Karl Vischer am Sonntag an der Kirchgemeindeversammlung. Pfarrerin Winkler, die sich für die Versammlung entschuldigen liess, sei bis auf weiteres krankgeschrieben, so Interimspräsident Hans Peter Schlatter. Krank geschrieben ist sie seit Mitte Oktober.

Als Stellvertreter konnte ab Januar 2015 der in Schlieren wohnhafte Pfarrer Hans-Ludwig Seim gewonnen werden. Er hat einen Vertrag für sechs Monate unterzeichnet. «Zudem wird der Konfirmandenunterricht durch Pfarrerin Erika Voigtländer übernommen», erklärt Karl Vischer. Die Kirchenpflege habe auch mit der Bildung der Pfarrwahlkommission begonnen. Bisher bestehe sie aus drei Mitgliedern der Kirchenpflege und einem externen Begleiter, der die kirchlichen Abläufe und Strukturen kenne. Er wurde auf Empfehlung der Landeskirche beigezogen.

Mitglieder für Pfarrwahlkommission gesucht

Vischer, mit Schlatter zusammen zuständig für das Ressort Personal, betont: «Um die Kommission noch breiter aufzustellen und weitere Kompetenz an Bord zu holen, sind noch bis zu drei Kirchgemeindemitglieder herzlich eingeladen, Verantwortung zu übernehmen.» Es verstehe sich jedoch, dass die absolute Bereitschaft bestehen müsse, intensiv und effizient mitzuarbeiten.

An der Kirchgemeindeversammlung nahmen 57 Stimmberechtigte teil. Alle Traktanden – inklusive Budget 2015 – wurden diskussionslos gutgeheissen.

Aargauer Pfarrverein wirft Fragen auf

Der Fall Umiken hat in der Zwischenzeit übrigens auch den Aargauer Pfarrverein auf den Plan gerufen, heisst es in der jüngsten «Reformiert.»-Ausgabe. Es stelle sich die Frage, ob vor der Anstellung die Erwartungen an die neue Pfarrerin ausreichend geklärt und frühzeitig alle Instrumente der Konfliktlösung ausgeschöpft worden seien. (CM)

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