Brugg/Windisch
Abbruch hat begonnen: Beim Campus entsteht Platz für den «Tower»

Jetzt wird Platz geschaffen für den «Tower» unmittelbar beim Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz in Brugg-Windisch. An der Steinackerstrasse sind die Bagger aufgefahren. Abgebrochen wird das alte Cardinal-, dann das Landi-Gebäude.

Michael Hunziker
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Ende Oktober soll vom Cardinal-Gebäude (vorne) sowie vom Landi-Gebäude nichts mehr zu sehen sein
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Die Stahlträger werden entfernt
Zutritt verboten gilt sowohl für das Landi- als auch für das Cardinal-Gebäude (hinten)
Abbruch hat begonnen: Beim Campus entsteht Platz für den «Tower»
Auf dem Areal entsteht Platz für den Tower
Die Fassade des alten Landi-Gebäudes

Ende Oktober soll vom Cardinal-Gebäude (vorne) sowie vom Landi-Gebäude nichts mehr zu sehen sein

Michael Hunziker

Derzeit sind die Arbeiten auf der Rückseite der Liegenschaft Cardinal im Gang; die Stahlträger werden weggebracht. In der Folge können die Häuser von oben nach unten abgerissen werden. Projektleiter Markus Rohr vom Brugger Architekturbüro Tschudin und Urech AG spricht von einer Fleissarbeit. Denn es handle sich doch um recht hohe Bauten. Die Ziegel müssten von Hand entfernt und der Dachstuhl zersägt werden. Erst dann können die Wände eingerissen werden. Die Materialien werden übrigens sauber getrennt und rezykliert. Aus diesem Grund werden verschiedene Mulden – etwa für Altholz und Eisen – aufgestellt.

Schadstoffe sind schon weg

Eine Besonderheit stelle beim Abbruch die Nähe zur Fachhochschule dar, sagt Rohr. Will heissen: Auf den Bereich Sicherheit müsse besonderes Augenmerk gerichtet werden. Auch Lärm und Staub liessen sich bei einem solchen Vorhaben nicht ganz vermeiden.

Als Vorbereitung wurde Anfang August die Schadstoffsanierung in den beiden Gebäuden angepackt und letzte Woche abgeschlossen. Die Spezialisten entfernten dabei asbesthaltige Materialien. Für diese Tätigkeit wurden im Innern Zonen mit Unterdruck eingerichtet. So konnte vermieden werden, dass Asbestfasern in die Umwelt gelangten.

Ende Oktober soll von den alten Bauten nichts mehr zu sehen sein. Mit grösseren Überraschungen rechnet Rohr nicht. «Ich gehe davon aus, dass alles wie geplant reibungslos klappt.» Voraussichtlich ab Anfang November kann das Gelände von der Kantonsarchäologie untersucht werden.

70-Mio.-Vorhaben

Zur Erinnerung: Auf dem sogenannten «Baufeld D» beim Campus plant die Grundstückbesitzerin, die Brugg Immobilien AG, das Projekt «Tower». Im 14-geschossigen Gebäude sind neben einem Hotel auch Dienstleistungsbetriebe sowie Wohnungen untergebracht. In zwei Untergeschossen befinden sich die Parkplätze.

Bei der Vorstellung des Vorhabens im Juni dieses Jahres war die Rede von einem ambitionierten Terminplan. Verlaufe alles reibungslos, könne schon Mitte 2015 der Baubeginn erfolgen, sagte Rolf Henggeler, Geschäftsführer der Brugg Immobilien AG. Ausgegangen werde – als Richtgrösse – von einer Bauzeit von rund zwei Jahren sowie von einem Investitionsvolumen von rund 70 Mio. Franken.