Brugg-Windisch
Ab Oktober 2013 lodert im Campussal das Feuer

Am Freitag wurde im unvollendeten Campussaal das Betriebskonzept vorgestellt. Zudem gabs eine Surprise: Der Campus wird am 19. Oktober 2013 mit einem Volksfest eröffnet. Bis dahin gibt es noch viel zu tun.

Elisabeth Feller
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Das Konzept für den noch unvollendeten Campussaal steht
7 Bilder
Gemeindeammann Hanspeter Scheiwiler sowie Stadträtin Dorina Jerosch und Stadtrat Martin Wehrli - von links
Adrian Dömer, Projektleiter Fachhochschule und Stadträtin Dorina Jerosch
Anton Lauber, Präsident des Fördervereins Campussaal
Es wird emsig gearbeitet im Campussaal
Noch ist der Campussaal nicht vollendet
Pläne an der Wand des künftigen Campussaals

Das Konzept für den noch unvollendeten Campussaal steht

Patricia Schoch

Der Campus lässt keinen kalt. Also auch dann nicht, wenn im unvollendeten Campussaal das Betriebskonzept vorgestellt wird und die Kälte den Besuchern in die Knochen fährt. Noch muss man die Fantasie bemühen, will man sich den künftig warmroten Saal vor Augen führen. Er ist 800 Quadratmeter gross, unterteilbar in 300/500 Quadratmeter und weist ein Foyer von 450 Quadratmetern auf. Für Dorina Jerosch, Brugger Stadträtin und Verwaltungsratspräsidentin der Campussaal Betriebs AG (CBAG), ist er «eine Perle».

Eröffnet werden Saal und Campus am 19. Oktober 2013 mit einem Volksfest und einem Tag der offenen Tür. Bis dahin gibt es für den Saalbetreiber Armin Baumann, ABA Management GmbH Remigen, und Betriebsleiterin Kathrin Kalt viel zu tun - bis Ende Jahr beispielsweise das Erstellen von Offerten, bis Mitte 2013 etwa die Rekrutierung von Mitarbeitenden - bis der erste Testanlass und schliesslich der Eröffnungsevent über die Bühne gehen. Wer einen Blick in die Agenda 2014 wirft, sieht: Der Neujahrsapéro vermerkt.

Campussaal Betriebs AG

Die AG ist im Besitz von Brugg und Windisch (je 50 Prozent), vertreten durch vier Verwaltungsratsmitglieder. Der Zweck ist der Betrieb des Campussaals und die Finanzierung dieses Betriebs zum Wohle der Region Brugg-Windisch. Zur Zweckerfüllung mietet sie den Saal von der Campussaal Immobilien AG (CIAG) und stellt Betriebsorganisation und -ausstattung sicher. Ziel: Defizit so tief wie möglich, Nutzen für die Region so gross wie möglich. (AZ)

Das Betreiber-Duo peilt primär Interessengruppen aus Wirtschaft, Politik, Bildung, Kultur sowie Verbände. Als Trümpfe führt es u.a. die ideale Lage des Saals zum Bahnhof Brugg, die Nähe zu Einkaufspassagen sowie die hohe Raumflexibilität an. «Wir bieten einen ganzheitlichen Raum, Catering, Technik und Dienstleistungen», sagt Baumann.

Förderverein unterstützt Anlässe

Um für den Saal regional und national zu werben, wurden ein schwarz-rotes Logo und ein Claim («Raum für grosse Ideen») entwickelt. Im Campussaal wolle er «für Augen, Ohren und Bauch etwas bieten», betont Baumann und erwähnt diesbezüglich «den Einbezug neuer Techniken sowie ein reichhaltiges, kulinarisches Angebot». Der gebürtige Brugger sucht die Kooperation mit bewährten Partnern, um Synergien und Erfahrungen zu nutzen; zudem will er lokale Gegebenheiten - Partnerschaften und Personal - nutzen. «Preislich sind wir günstiger als das Trafo in Baden, zu dem wir uns als Ergänzung verstehen und etwas teurer als das Kultur & Kongresshaus in Aarau.» Konkret: Für den Campussaal (800 Quadratmeter) und das Foyer sind 5500 Franken zu berappen.

Wer sich das nicht leisten kann, ersucht um einen Zustupf beim Förderverein Campussaal. «Dieser wird jährlich fünf bis sieben Kulturanlässe unterstützen», sagt Anton Lauber, Präsident des Vereins, dem 200 Mitglieder angehören. Derzeit läuft eine Sponsoring-Kampagne unter dem Motto «Licht und Kunst». Für die spezielle Foyer-Beleuchtung wird nämlich noch Geld gesucht. Lauber: «Sie kostet 100 000 Franken: Bis jetzt haben wir bereits die Hälfte beisammen.»

Geld - ein grosses Thema

Geld ist auch für Martin Wehrli, Brugger Stadtrat und Verwaltungsratspräsident der Campussaal Immobilien AG (CIAG) ein wichtiges Thema. «Wir werden in der nächsten Zeit über die rund 500 000 Franken teuere Grundausstattung des Saales sprechen. Überdies werden die beiden Gemeinden Brugg und Windisch auch Gespräche über die Defizitgarantie von 350 000 Franken führen. Wir müssen darüber sprechen, ob diese genügt, um den Saal zu betreiben.» Im Januar 2013 wird jedenfalls weiter informiert - dann in einem vielleicht etwas beheizbaren Saal. Monate später wird die Temperatur kein Thema mehr sein, «denn ab Oktober 2013», so Kathrin Kalt, «wird im Campussaal das Feuer lodern.»