Brugg

Ab aufs Bike: Der Pumptrack Wasserschloss ist offiziell eröffnet

Sprünge, Drehungen, Salti und Überschläge: Am Wochenende konnten die ersten Biker auf dem neuen Pumptrack Wasserschloss in Brugg ihre Runden drehen.

Mit der offiziellen Eröffnung des Pumptracks an der Aegertenstrasse am Samstag waren sich bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen alle einig: Die jahrelangen Bemühungen um die Errichtung haben sich gelohnt. Mit der ersten Anlage dieser Art im Aargau hat Brugg ein Alleinstellungsmerkmal und ein Areal, auf dem alle Generationen Spass haben können.

Das bewiesen schon die Zwei- bis Dreijährigen, die am Samstagvormittag die 160-Meter-Bahn in Beschlag nahmen und sie mit ihren Kinder- und Laufvelos unsicher machten – entweder schon allein oder noch geführt vom Papi. Sie waren niedlich mit anzusehen. Doch als sie den Track für die etwas geübteren Fahrer freigaben, blieb den nicht daran gewohnten Zuschauern wohl beinahe das Herz stehen.

Der Pumptrack Wassserschloss in Brugg ist eröffnet

Die Profis zeigen, wies geht

Die aktiven Biker von Velosolutions, dem Unternehmen, das die Brugger Anlage entworfen und gebaut hat, sorgten immer wieder mit ihrer Show für atemberaubende Momente und Augenblicke des Staunens darüber, was die Profis aus der Anlage rauszuholen imstande sind: Sprünge, Drehungen, ja sogar Salti und Überschläge. Immer wieder gab es Szenenapplaus für die aktionsreichen Darbietungen des Teams junger Männer, in dem auch die Lokalmatadoren Serafin Dettwiler und David Kohli mit am Start waren.

Vom Kind bis zum Grossvater

Dettwiler gehörte auch zum Dreigespann, das den Brugger Pumptrack am Samstag mit dem Durchschneiden eines Bandes symbolisch eröffnen durfte. Dettwiler war dabei der Vertreter der Jugend, Nick Schryber repräsentierte die Kinder und Urs Herzog die Väter und Grossväter.

Damit wollten die Pumptrack-Aktivisten Tobias Rymann, Beni Nyffenegger und Urs Häseli vom Verein «BikeAttrAktiv» bildhaft unterstreichen: Unser Pumptrack ist für alle Altersgruppen geeignet. Für sie war die Eröffnung eine grosse Belohnung für eine anstrengende Zeit. Mehr als zwei Jahre hat sich der Verein für die Realisierung des Pumptracks engagiert.

Stadtrat Willi Däpp sagte: «Brugg ist um eine Attraktion reicher.» Bis vor drei Jahren, als das Projekt in der Stadt konkret wurde, habe er noch nichts mit dem Begriff Pumptrack anfangen können, räumte er ein.

Dennoch habe die Stadt das Vorhaben von Anfang an für eine gute Sache gehalten. Däpp lobte die Ausdauer und die Beharrlichkeit der drei Vorstandsmitglieder von «BikeAttrAktiv» in ihrem Wirken für die Umsetzung.

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Früher wars die Kiesgrube

Rita Boeck, frühere Präsidentin des inzwischen aufgelösten Vereins «Umsetzer Brugg-Lauffohr», wünschte der Anlage viel Erfolg, unfallfreien Betrieb und grosse Unterstützung seitens der Stadt. Der Umsetzer-Verein gehörte mit einer Spende in Höhe von 18'000 Franken zu den Sponsoren der Anlage.

Auch der Verein NAB Charity trug dazu bei, dass die Gesamtinvestition über 150'000 Franken gestemmt werden konnte. NAB-CEO Roland Herrmann würdigte den Pumptrack als «sinnvolle und sportliche Art, die Freizeit zu verbringen» und als Möglichkeit, Koordination und Kondition gleichermassen zu trainieren: «Als ich Kind war, fuhren wir noch in der Kiesgrube Velo. Aber im Pumptrack ist das natürlich viel besser.»

«BikeAttrAktiv»-Präsident Tobias Rymann würdigte auch die Beiträge des Swisslos-Fonds und des Berufs- und Weiterbildungszentrums Brugg, das einen Teil seines Sportunterrichtes auf den Pumptrack verlegen will. Nicht zuletzt hätten viele Privatpersonen und Vertreter des regionalen Gewerbes mit kleineren Geldbeträgen und Sachleistungen den Bau der Anlage möglich gemacht.

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