Für den Remiger Winzer Bruno Hartmann ist es wie ein wiederkehrender Albtraum: Bereits zum dritten Mal in den vergangenen vier Jahren hat der späte Frost mehr als die Hälfte seiner Ernte zerstört. «Das trifft uns sehr hart. Bis vor vier Jahren hatten wir 30 Jahre lang keine Schäden», sagt Hartmann gegenüber «TeleM1».

In den unteren Lagen seines Weinbergs beklagt Hartmann «praktisch einen Totalausfall». Von den oberen Reben sind etwa 20 Prozent betroffen. Bereits beim ersten Frost 2016 beklagte er Einbussen von 50 Prozent. Dem Jahrhundertfrost vor zwei Jahren fielen fast alle seine Trauben zum Opfer. 

Winzer plagen Existenzängste

Um die Reben gegen die Kälte zu schützen, setzen viele Weinbauern auf Frostkerzen – nicht so Hartmann. «Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir schon wieder Frost einfahren, deshalb haben wir von den Massnahmen nichts unternommen.» Er wisse, dass heizen helfe, wenn auch nur bedingt. Bisher setzte der Remiger Winzer auf Nachhaltigkeit. Und liess die Natur walten. Nach dem erneuten Ernteausfall überlegt er sich, in Zukunft doch auf Frostkerzen zu setzen. 

Bei seinen Kontrollgängen durch den Rebberg schwingen nun auch Existenzängste mit: «2020 darf gar gar nichts mehr passieren», so Hartmann. (sam)