Im Kanton Aargau können sich die Stadt Brugg und die kleine Gemeinden Schinznach-Bad per 2020 wie geplant zusammenschliessen. Der Grosse Rat hat am Dienstag den entsprechenden Fusionsvertrag mit 108 zu 8 Stimmen ohne Diskussion gutgeheissen.

Nach den kantonalen Bestimmungen für die Unterstützung von Gemeindezusammenschlüssen wird eine Zusammenschlusspauschale von 400'000 Franken pro Gemeinde ausgerichtet. Die Fusionspauschale beträgt die vereinigte Gemeinde Brugg demnach 800'000 Franken.

Die Abklärungen ergaben gemäss Regierungsrat, dass der Zusammenschluss der beiden Gemeinden sinnvoll und zukunftsgerichtet ist. Die vereinigte Gemeinde sei in der Lage, allen ihren Einwohnerinnen und Einwohnern umfassende Dienstleistungen von hoher Qualität anzubieten.

Die Gemeinde Schinznach-Bad mit rund 1300 Einwohnern profitiert vom tieferen Steuerfuss. Die finanziellen Auswirkungen sind für die Stadt Brugg tragbar, wie es in der Botschaft des Regierungsrats heisst. Die Stadt Brugg mit rund 10'000 Einwohnenden erhält ein wertvolles Naherholungsgebiet mit Thermalbad und Golfplatz.

An den Urnenabstimmungen vom 4. März 2018 hatten die Stimmberechtigten von Brugg den Zusammenschluss mit 1907 Ja- gegen 1843 Nein-Stimmen gutgeheissen. In Schinznach-Bad hatte es 279 Ja- und 241 Nein-Stimmen gegeben.