Rita und Antonio Gigliotti sind in der Region Brugg und Baden mittlerweile bekannt für ihr Afrika-Hilfswerk in Ukunda. In über 20 Jahren haben die beiden gebürtigen Italiener eine Schule mit 8 Lehrern und für über 150 Kinder aufgebaut. Nun soll ausgebaut werden.

«Uns brach es fast das Herz, als wir die Missstände sahen, die in Ukunda herrschten. Die Kinder konnten nicht zur Schule, hatten keine Zukunftsperspektiven. Wir mussten etwas tun», erzählt Rita Gigliotti, Inhaberin des Nähateliers Rita in Brugg. Dies war die Geburt des privaten Hilfswerks «AntoRita Academy».

In den vergangenen Jahren wurde die daraus entstandene Schule stark ausgebaut. Seit diesem Jahr besitzt sie sogar einen Wasseranschluss mit fliessendem Wasser. Auch eine neue Küche sowie ein Gemeinschaftsraum von rund 118 Quadratmetern im Wert von rund 13'000 Franken wurden für die Kinder und Angestellten der Schule gebaut. «Dazu kamen noch neue Tische, neue Sitzbänke und vieles mehr», betont Antonio Gigliotti.

Bei Kindern weiss man nie

Tatsächlich ist an der Schule jedes Jahr viel zu tun. Neben der Beschaffung von Schulmaterial und Uniformen, müssen auch Instandsetzungsarbeiten getätigt werden. Dieses Jahr gab es, neben den Neubauten, noch weitere Anpassungen der Lokalitäten. «Aus Sicherheitsgründen mussten die Toiletten der Schule renoviert werden, da die Öffnungen zu gross waren. Ein Kind hätte einen Arm oder gar den Kopf reinstecken und hängen bleiben können. Bei Kindern weiss man nie, auf welche Ideen sie kommen», so Rita Gigliotti mit einem Schmunzeln.

Auch musste, ergänzt ihr Mann, eines von zwei Holztoren, die in die Schule führen, durch ein Metalltor ersetzt werden, um die Sicherheit zu gewährleisten. «Das zweite wird nächstes Jahr in Angriff genommen. Wie schon beim ersten Tor werde ich nach Mombasa fahren müssen, um es bauen zu lassen», ergänzt Antonio Gigliotti.

Das Ehepaar Gigliotti gibt sich aber mit der bereits geleisteten Arbeit nicht zufrieden. «Wir haben Pläne für zwei bis drei neue Klassenzimmer für die Oberstufenklassen, je nachdem wie das Geld reicht.» Auch im nächsten Jahr sind bereits schon wieder die ersten Renovationen fällig. Die Treppen müssen erneuert werden, Zementbänke noch gegossen und Bodenarbeiten auf dem ganzen Schulgelände getätigt werden. «Wer glaubt, wir machen Urlaub, der täuscht sich böse», sagt Antonio Gigliotti und lacht.

Sie sind von Herzen dankbar

Rita und Antonio Gigliotti sind jedes Jahr aufs Neue darauf angewiesen, dass ihnen Freunde und Gönner finanziell unter die Arme greifen. Jeder Gönner wird mit einer Erwähnung an den Wänden oder mit Schnitzereien für die geleistete Unterstützung gewürdigt.

Besonders Rita Gigliotti möchte das weiterführen. «Ich bin all diesen Leuten von Herzen dankbar, dass sie uns bis heute ermöglicht haben, dieses Hilfswerk auf die Beine zu stellen. Ein grosses Dankeschön an alle!»