Aareraum Brugg
Gibt es an der Aare bald Bistros, eine stehende Welle für Surfer und eine Fähre?

Was Aarau und Baden schon lange haben, könnte auch im Prophetenstädtchen Realität werden: Gemeint ist ein Gastroangebot direkt am Fluss sowie eine Aufwertung der Uferzone. Dafür hat der Stadtrat eine Arbeitsgruppe initiiert. Interessierte können sich melden.

Claudia Meier
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Blick von der alten Aarebrücke in Brugg flussaufwärts Richtung Baslerstrasse.

Blick von der alten Aarebrücke in Brugg flussaufwärts Richtung Baslerstrasse.

Bild: Claudia Meier
(24. Januar 2018)

Unter der Leitung von Stadtrat Reto Wettstein (FDP) fand am 18. Januar eine Kick-off-Veranstaltung zur Gründung der Arbeitsgruppe Aareraum statt. Diese Initiative wurde vom Brugger Stadtrat beschlossen in der Absicht, unter Mitwirkung diverser Interessengruppen ergebnisoffen aktuelle Erkenntnisse und neue Ideen im Aareraum zu bündeln, aufeinander abzustimmen und vorwärtszubringen.

«Gemeinsam soll ein integrales Konzept ausgearbeitet werden, das unter Berücksichtigung der Schutzziele den Aareraum für die Öffentlichkeit erlebbar macht, unterschiedliche Nutzungen gezielt zulässt oder neue schafft und insgesamt die Aarelandschaft aufwertet», schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung. Dies könne nur gelingen, wenn ein gemeinsames Verständnis der Interessengruppen über die Entwicklung des Aareraums hinsichtlich Naturschutz und gelenkter Naherholung bestehe.

Das alte Zeughaus an der Aare in Brugg.

Das alte Zeughaus an der Aare in Brugg.

Bild: Michael Hunziker (25. April 2019)

Ideen, die zur Diskussion stehen, sind der Auenschutzpark, die Schliessung der Langsamverkehrsverbindungslücke Aaresteg im Umikerschachen, ein Wohnmobil-Stellplatz, Aarebistros, ein Besucherzentrum Auenschutzpark von Pro Natura Aargau, ein Fährbetrieb über die Aare, eine begehbare Aareschlucht oder eine stehende Welle für Surfer. Die Themen werden von der Arbeitsgruppe Aareraum weiterbearbeitet.

Schon diesen Sommer könnte ein Beizli entstehen

In Abständen von vier Monaten werden die Bearbeitungsstände in der Arbeitsgruppe ausgetauscht, lautet die Absicht. Das Interesse an der Kick-off-Veranstaltung sei gross gewesen, teilt der Stadtrat mit. Insgesamt 20 Personen nahmen an der virtuellen Zoom-Sitzung teil.

Darunter waren laut Reto Wettstein unter anderem Vertreter vom Tourismusverein, Pontonierverein, Kanton, Waffenplatz, von der Axpo, Altstadt, Fischerei, Stadt sowie Pro Natura. Er sagt:

«Weitere Interessierte können sich gerne beim Stadtrat melden.»

Wettstein hofft, dass es bald mehr Leben an der Aare gibt. Er ist zuversichtlich, dass diesen Sommer ein Beizli entsteht.

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