Die Freude ist gross bei Verwaltungsratspräsident Karsten Bugmann und Geschäftsführerin Rebekka Hansmann. Sie sind stolz, dass die Spitex Region Brugg AG im Rahmen des Swiss Arbeitgeber Award 2017 zur zweitbesten Arbeitgeberin ausgezeichnet wurde. Bereits kurz nach der Gründung der ersten Spitex-Firma der Schweiz wurde 2013 auf freiwilliger Basis eine Mitarbeiter-Befragung des Swiss Arbeitgeber Award durchgeführt. «Wir wollten damals wissen, wo wir stehen und wo wir uns verbessern können», sagte Bugmann am Montag, als er die jüngsten Umfrage-Ergebnisse präsentierte.

Dieses Jahr bekamen die knapp 100 Mitarbeiter (ohne Lernende) der Spitex Region Brugg AG erneut Gelegenheit, ihren Arbeitgeber zu beurteilen. Als dann die Mitteilung aus Zürich kam, das Unternehmen gehöre zu den drei bestplatzierten, staunten die Verantwortlichen nicht schlecht. Insgesamt beteiligten sich dieses Jahr 120 Unternehmen in vier Kategorien am Swiss Arbeitgeber Award. Die Spitex AG schaffte es in der Kategorie kleine Unternehmen (50 bis 99 Mitarbeiter) auf Platz 2 von 40 Teilnehmern.

Transparente Information

Bei der Umfrage zeigte sich, dass 91% der Mitarbeiter mit der Spitex «echt zufrieden» sind und 89% diese als Arbeitgeberin weiterempfehlen würden. Besonders geschätzt werden von den Mitarbeitern die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln, die transparente Information durch die Geschäftsleitung sowie die Kontaktpflege zu den Mitarbeitern und das angemessene Honorieren von Leistung und Engagement.

Verwaltungsratspräsident Bugmann sagt: «Bei der ersten Befragung waren die Werte in allen Dimensionen noch zwischen 10 und 15% schlechter.» Besonders verbessert hat sich die Spitex bei den Strukturen und Abläufen. Vier Jahre nach der Firmengründung sind die Verantwortlichkeiten klar geregelt und die Arbeitsprozesse funktionieren gut.

Gewisser Handlungsbedarf besteht beim Bekanntermachen der Unternehmensstrategie sowie bei der Gesundheitsförderung (körperlich und psychisch) durch den Arbeitgeber. Zur Optimierung wurden bereits folgende Massnahmen geplant: Einerseits werden laut Geschäftsführerin Rebekka Hansmann ab 2018 die Unternehmensziele noch besser auf die einzelnen Teams hinuntergebrochen und andererseits wird das Projekt «Betriebliches Gesundheitsmanagement» zum Jahresthema gemacht. Dazu gehören beispielsweise «rückenschonende Pflege» oder Coaching und Fallbesprechungen.

Mehr Aufgaben, grössere Spitex

Die Aufgaben der Spitex nehmen laufend zu und werden immer komplexer. Stichworte sind etwa: Ausbildungsverpflichtung, Fachspezialisierung, Digitalisierung und Fachkräftemangel. Um die Aufgaben in guter Qualität und wirtschaftlich erfüllen zu können, brauche es grössere Spitex-Organisationen, zeigen sich Bugmann und Hansmann überzeugt.

Per 1. Januar 2019 soll daher die Spitex Bözberg-Rein in die Spitex Region Brugg AG integriert werden. Ähnlich, wie das 2016 mit der Spitex aus dem Schenkenbergertal geschah. Die Exekutiven der sechs auftraggebenden Gemeinden (Bözberg, Mönthal, Remigen, Riniken, Rüfenach und Villigen) haben entschieden, dass eine solche Integration zukunftsgerichtet ist und vorangetrieben werden soll. Das Vorhaben wird sowohl vom Vorstand als auch von der operativen Leitung des Spitexvereins Bözberg-Rein unterstützt.

Bereits als Rahmenbedingung festgelegt wurde, dass der Spitex-Stützpunkt Rüfenach bestehen bleibt und denselben Status bekommt wie die Aussenstellen Lupfig und Schinznach. Die Mitarbeiter der Spitex Bözberg-Rein werden nach Möglichkeit als Team in die Spitex Region Brugg AG integriert. «Wir wollen weiterhin eine attraktive Arbeitgeberin sein und wissen, dass die Angestellten die Entwicklungsmöglichkeiten bei uns schätzen», betont Hansmann. Nächste Woche bezieht die Brugger Spitex das neue Zentrum in Windisch.