Bezirk Brugg
91 Kandidierende in 18 Gemeinden – die spannendsten Zahlen zu den Gesamterneuerungswahlen

Am Sonntag wird in den meisten Gemeinden des Bezirks Brugg gewählt. Die Gesamterneuerungswahlen geben den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern die Gelegenheit mitzubestimmen, wer in den nächsten vier Jahren die Geschicke ihrer Gemeinde lenkt. Gewählt werden die Gemeinderäte sowie die Ammänner und deren Stellvertreter.

Janine Müller
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Am Sonntag wird auf den Wahlbüros ausgezählt. Danach ist klar, wie die Behörden für die nächsten vier Jahre aussehen oder ob es einen zweiten Wahlgang braucht.

Am Sonntag wird auf den Wahlbüros ausgezählt. Danach ist klar, wie die Behörden für die nächsten vier Jahre aussehen oder ob es einen zweiten Wahlgang braucht.

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Einige Gemeinden, wie beispielsweise Auenstein, haben ihren Gemeinderat bereits gewählt und entscheiden am Sonntag lediglich noch über den Gemeinde- und Vizeammann. Wiederum andere Kommunen, wie Thalheim, Habsburg oder Mandach, werden ihre Wahlen erst Ende Oktober abhalten. Folgende Zahlen geben einen Überblick darüber, was an diesem Wahl-Sonntag im Bezirk Brugg läuft.

56 Bisherige treten wieder an.

In vielen Gemeinden kommt es zum Umbruch. Beispielsweise in Rüfenach und Remigen, wo nur noch zwei Bisherige zu den Gesamterneuerungswahlen antreten. Speziell: Die Gemeinden Scherz und Lupfig, die per 1. Januar fusionieren, wählen am Wochenende den Gemeinderat für die fusionierte Gemeinde Lupfig, wobei von beiden Kommunen Bisherige antreten. Der Scherzer Gemeindeammann Hans Vogel stellt sich nicht mehr zur Wahl, dafür kandidiert Richard Plüss aus Lupfig erneut als Gemeindeammann.

35 Neue interessieren sich für Amt.

Frisches Blut für die Behörden in vielen Gemeinden: Gleich 35 Neue interessieren sich für ein Gemeinderatsamt in ihrer Gemeinde. Besonders beachtlich ist die Anzahl der Kandidaten für die jeweils fünf Sitze in den Gemeinden Rüfenach (7), Villigen (7) und Villnachern (8).

23 Frauen stellen sich zur Wahl.

Nur 25,3 Prozent der Kandidierenden sind weiblich. Aber immerhin: In jeder Gemeinde, in der am Sonntag die Gesamterneuerungswahlen anstehen, kandidiert mindestens eine Frau für den Gemeinderat. Und: Fünf von den antretenden Frauen bewerben sich zugleich für das Amt als Gemeindeammann. So beispielsweise in den zwei Zentrumsgemeinden Brugg und Windisch, aber auch in Bözberg, Birrhard und Schinznach-Bad. Vier Frauen bewerben sich als Vizeammann: in Brugg, Mönthal, Remigen, Riniken und Windisch.

7 Gemeinden wählen neuen Ammann.

In mindestens sieben Gemeinden – Überraschungen nicht miteinberechnet – kommt es zu einem Wechsel an der Spitze, weil der bisherige Gemeindeammann nicht mehr antritt. Dies ist der Fall in Auenstein, Birr, Bözberg, Brugg, Remigen, Schinznach-Bad und Villigen.

3 Vakanzen in der Behörde.

In zwei Gemeinden – in Birr und Effingen – wird der Gemeinderat nach den Wahlen voraussichtlich nicht komplett sein, weil die offiziellen Kandidaten fehlen. Und in Rüfenach kandidiert bisher niemand als Vizeammann. In Bözen und Veltheim hingegen finden je der 2. Wahlgang für den Gemeinderat statt. Hier hat man entsprechende Kandidaten für den noch letzten freien Sitz gefunden.

6 Mal gibt es Kampfwahlen.

Besonders spannend sind die Wahlen dort, wo es mehr Kandidaten als Sitze gibt. So verhält es sich in Birrhard, Bözberg, Brugg, Rüfenach, Villigen und Villnachern. In Bözberg, Brugg und Villigen gibt es je auch eine Kampfwahl um den Sitz als Gemeindeoberhaupt. In Brugg sind es gleich drei, die sich für das Stadtammann-Amt interessieren: Titus Meier (FDP), Barbara Horlacher (Grüne) und Richard Fischer (parteilos).

3 Gemeinden wählen später.

In Mandach, Habsburg und Thalheim finden die Gesamterneuerungswahlen später statt. Diese Gemeinden führen die Wahlen nicht an der Urne durch, sondern an Wahlveranstaltungen. Habsburg und Thalheim wählen am 21. Oktober, Mandach am 28. Oktober. In Effingen finden am Sonntag nur die Gemeinderatswahlen statt. Der Gemeinde- und Vizeammann werden am 29. Oktober gewählt. Villnachern hat bestimmt, dass die Wahlen zum Gemeinde- und Vizeammann erst erfolgen, wenn der Gemeinderat am Sonntag ganz besetzt wird. Wann die Gemeinde- und Vizeammann-Wahlen stattfinden, ist noch nicht klar.

13 Jahre im Amt.

Nach 15 Jahren als Gemeindeammann stellt sich Jakob «Schebi» Baumann in Villigen nicht mehr zur Wahl. Somit ist Richard Plüss, Gemeindeammann in Lupfig, mit 13 Jahren der Dienstälteste, der wieder antritt als Gemeindeammann (für die Fusionsgemeinde Lupfig/Scherz). Ihm folgen mit je 9 Jahren Hansedi Suter (Habsburg) und René Birrfelder (Mönthal). Dienstälteste Frau Gemeindeammann ist Ursula Berger aus Birrhard mit
8 Jahren.

20 sind 60 oder älter.

Von den insgesamt 91 Kandidierenden sind 20 60 Jahre alt oder älter. Der mit Abstand jüngste Kandidat ist der 23-jährige Sandro Wächter aus Schinznach-Bad. Der älteste Kandidat ist Willi Schurr (71). Er war bis vor Kurzem Gemeinderat in Remigen, kandidiert nun aber als Gemeinderat in seiner neuen Wohngemeinde Villnachern.