Bezirk Brugg
87 Kandidaten streben einen der 11 Sitze an

In drei Tagen sind Wahlen. Abgesehen von den Qualitäten der Kandidaten ist es auch spannend, ihre Herkunft zu betrachten. Im Bezirk Brugg stehen 87 Kandidaten aus 22 verschiedenen Gemeinden zur Wahl.

Merken
Drucken
Teilen
Grossratsgebäude Aarau Grosser Rat Aargau

Grossratsgebäude Aarau Grosser Rat Aargau

Aargauer Zeitung

Aus sieben Gemeinden gibt es keine Kandidaten. Bei den absoluten Zahlen ist Brugg mit 29 Kandidaten die Gemeinde mit den meisten Grossratsanwärtern. Windisch folgt mit 13 Kandidaten. Deutlich weniger haben die restlichen Gemeinden mit null bis 6 Kandidaten. Aus Birrhard, Oberflachs, Veltheim, Bözen, Effingen, Gallenkirch und Linn kandidiert niemand.

Zentrum dominiert Landregionen

Auch grossräumiger betrachtet ist das Zentrum (Brugg, Windisch, Habsburg) mit 44 Kandidaten ganz vorne. Mit nur vier bildet der Bözberg das Schlusslicht (siehe Box). Heute ist die Verteilung der Mitglieder des Grossen Rats auf die verschiedenen Gebiete folgendermassen: Sieben sind aus dem Zentrum, drei aus dem Schenkenbergertal und nur einer aus dem Eigenamt. Kein einziges Mitglied stammt aus dem nördlichen Teil des Bezirks oder vom Bözberg. Dies könnte sich jedoch bald ändern: Der Norden liegt mit 25 Kandidaten im Mittelfeld.

Wird es nur noch eine Frau geben?

Vergleicht man die Anzahl Kandidaten mit der Einwohnerzahl, zeigt sich Folgendes: Das Zentrum ist auch in dieser Hinsicht auf dem ersten Platz. Der Bözberg hat mit vier am wenigsten Kandidaten, aber pro Kandidat 781 Einwohner. Das Eigenamt dagegen hat 1467. Das bedeutet, dass der Bözberg verglichen mit der Bevölkerungsdichte mehr Kandidaten hat als das Eigenamt. Die Parteien sind nicht in allen Gebieten gleich stark vertreten. So kommt zum Beispiel kein Kandidat der FDP aus dem Eigenamt oder vom Bözberg. Von den elf bisherigen Grossratsmitgliedern sind zwei Frauen dabei. Eine von ihnen, Rita Boeck, tritt zurück. Nun stellt sich die Frage , ob sich der Frauenanteil im Bezirk Brugg verändern wird. Von den Kandidierenden sind 28 Prozent weiblich. (ERA)