Mandach war am Samstagabend kaum wiederzuerkennen. Durch das kleine Bauern- und Weindorf mit seinen 330 Einwohnerinnen und Einwohnern schlenderten zahlreiche Menschen, feierten in den liebevoll dekorierten und arrangierten Festbeizen wie etwa «Zum feschen Madl» des Damenturnvereins. Dort lockten das frisch gezapfte Bier, heisser Fleischkäse mit Kartoffelsalat oder Weisswürste mit Brezeln.

Ein «volles Haus» konnte auch die Dorfmusik Mandach mit ihrer «Tubastube» vermelden. Steaks, Würste, dazu Pommes frites und ein frischer Salat standen hier auf der Menüliste. Im verwunschenen «Fee Garte» wurden die Gäste mit einem als «Gnomen Teller» getarnten Speckbrättli oder einem vegetarischen «Feen-Teller» verköstigt. Den obligaten «Pasta-Plausch» genossen die Gäste in der Gartenwirtschaft des Gasthauses Hirschen, und für den Burger traf man sich in der Wild-West-Partyschür.

In der «Laichstube» servierte der Männerturnverein Fischknusperli vom Zander, und in der Turnhalle «Zum zwitschernden Wald» wurde Rinds- oder Gemüsestroganoff mit Spätzli angeboten. Im riesigen Piratenschiff der «Guntepirate» feierte das Partyvolk. Auf der Showbühne rockten und sangen derweil die «Sisters & Friends» und begeisterten mit bekannten Songs das Festpublikum.

Festfreude trotz Hitze

Gelegenheit zum Stöbern und Neues zu entdecken gab es tagsüber am Dorfmarkt. Schmuck, Handarbeiten, Brotwaren, Schultaschen und Wein aus lokalem Anbau wurden feilgeboten, auch eine Töpferin zeigte ihr Handwerk.

Auf der Schulwiese liess Rolf Frei aus Mettau seine Mini-Heissluftballons steigen. Einige wenige Kinder sahen sich das Spektakel an. Für sie stand auch eine Hüpfburg auf der Wiese – doch die blieb oft leer. Es war einfach zu heiss. Am Nachmittag konnten die Kinder in Majas Chrüterstübli verschiedene Kräuter kennen lernen oder in der Guntepirate-Bar, Piratengeschichten hören.

Auch der rund einstündige historische Rundgang stiess auf grosses Interesse. Die Gäste wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, um sich mit Fritz Keller oder Hansjörg Vogt auf lokale Spurensuche zu begeben. Dabei wurde die alte Feuerwehrspritze aus dem Jahre 1898 ebenso begutachtet wie das Mehrzweckgebäude von 1884, wo sich einst Post, Bank und Zivilschutz drin befunden hatten. Insgesamt waren die Mandacher 800-Jahr-Festivitäten «e rondi Sach».

Kurzer Schreckmoment

Das abwechslungsreich aufgestellte Programm erfreute die Gäste, das heisse Wetter tat das Übrige. Nur einmal mussten die Organisatoren rund um OK-Präsidentin Sabine Vogt schnell reagieren, als für 14 Uhr ein Gewitter vorausgesagt wurde.

Der Speaker ermahnte die Gäste, sich einen Unterstand zu suchen, und die Stand- und Beizlibesitzer, Sonnenschirme einzuklappen. Das Jassturnier des Damenturnvereins wurde kurzerhand in die Turnhalle verlegt. Nun, das grosse Gewitter blieb aus, die Festivitäten konnten nach ein paar Regentropfen weitergehen.