Ereignet hat sich die Explosion, als die 79-jährige Bewohnerin des Hauses um 10.45 Uhr den Gasherd in der Küche einschalten wollte. Soviel konnte sie den Rettungskräften noch sagen, welche sie aus dem zerstörten Gebäude bargen. Ansonsten konnte sie über das Unglück keine weiteren Angaben machen.

Die schwer verletzte Frau hat unter anderem massive Verbrennungen erlitten und wurde mit einem Rega-Helikopter ins Universitätsspital Zürich geflogen. Die 79-Jährige schwebt in Lebensgefahr.

Schäden sind gewaltig

Die Nachbarn sowie die Arbeiter auf einer nahen Baustelle bekamen die Explosion um 10.45 Uhr als dumpfen Knall mit: «Ich dachte, es komme vorne von der Baustelle und schenkte dem Geräusch vorerst keine spezielle Beachtung», erklärte einer der Anwohner. Die Bauarbeiter hingegen vermuteten sofort etwas aussergewöhnliches und hielten Nachschau. Die Schäden am Haus an der Sternackerstrasse sind gewaltig.

Hausexlosion Brugg: Eine 79-Jährige verletzt sich lebensgefährlich

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Die Küchenwand wurde vollständig herausgedrückt, die übrigen Wände haben zum Teil grosse Risse und auch am Dach hat die Druckwelle massive Spuren hinterlassen. In Mitleidenschaft gezogen worden ist das direkte Nachbargebäude. Hier wurde der Windfang beim Hauseingang völlig zerstört, an den Hausmauern zeigen sich Risse. «Wir wissen noch nicht, was an unserem Haus alles kaputt ist, aber ich denke, wir haben noch Glück gehabt.»

Der Sachschaden am Gebäude beläuft sich laut Kantonspolizei Aargau auf mehrere hunderttausend Franken. Das rund 70 Jahre alte Einfamilienhaus ist einsturzgefährdet. Baufachleute prüfen derzeit die Stabilisierung des Gebäudes.

Ursache wird untersucht

Die Ursache der Explosion ist Gegenstand von Ermittlungen der Kantonspolizei. Die Rentnerin war im Umgang mit ihrem Gasherd geübt, wie eine Nachbarin versicherte: «Sie hat seit jeher mit Gas gekocht. Mir war das immer ein bisschen unheimlich. Ich selber möchte niemals Gas in unserem Haus haben.»

Gasexplosion in Brugg

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Die näheren Umstände sind nach wie vor unklar, wie die Kantonspolizei Aargau mitteilt. Zusammen mit Fachleuten wurden Ermittlungen aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach hat eine
Untersuchung eröffnet. (to)