Hornussen

78 Frauen und Männer der Feuerwehr zeigen sich an Mannschaftsübung stark

Der Experte (r.) beobachtet die Elektrikerübung.

Der Experte (r.) beobachtet die Elektrikerübung.

Die Feuerwehr Oberes Fricktal traf sich beim Schulhaus in Hornussen zu einer grossen Übung. Mit dabei waren diesmal fünf Instruktoren der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV), welche die Übung mit kritischem Blick beobachteten.

«Wir sind ein Kontrollorgan, aber es geht vor allem darum, die Qualität zu sichern. Wir geben Tipps für Verbesserungen», sagt Thomas Aldrian, Kreisexperte-Stellvertreter des Kreises 1, der aus den Bezirken Laufenburg, Rheinfelden und Brugg besteht.

Er und die vier Instruktoren gehören alle selber einer Milizfeuerwehr an und wissen, wie es an der Front läuft. «Die Feuerwehr ist freiwillig und alle investieren ihre Freizeit für einen Dienst an der Allgemeinheit. Es geht immer auch darum, abzuwägen, wie viel eine Milizfeuerwehr leisten kann.»

Im Gegensatz zu früheren Zeiten, als die Feuerwehr mehr ein Verein war, habe man heute viel professionellere Strukturen. «Aber es ist klar: Eine Milizfeuerwehr ist keine Berufsfeuerwehr.» 35 Feuerwehren gehören dem Kreis 1 an. Sie werden alle fünf Jahre von der AGV überprüft.

Die Inspektion besteht aus drei Teilen. Nach dem ersten Teil – der Mannschaftsübung in Hornussen – folgt eine Notfall-Alarmierung und dann anfang Juni die Überprüfung des Materials im Magazin.

Die Übung läuft nach Plan

Dort wird auch angeschaut, ob der Personalbestand und die Alarmierungsnormen – wann werden wie viele Leute aufgeboten – den Anforderungen entsprechen. Bei der Alarmierung gibt die AGV-Leistungsnormen vor. «Innerhalb von zehn Minuten nach dem Alarm müssen ein Tanklöschfahrzeug und mindestens zehn Leute vor Ort sein.»

Seiner Erfahrung nach sei das jener Teil der Inspektion, der einigen Feuerwehren Mühe bereitet. «Wenn man will, dass zehn Leute vor Ort sind, müssen rund 20 aufgeboten werden. Wenn der Alarm etwa nachts um 1 Uhr eintrifft, ist es einfacher, genügend Feuerwehrleute zu mobilisieren als mitten am Tag, wenn viele auswärts arbeiten.»

Trotz Anspannung: die Übung läuft nach Plan, wie Kommandant Reto Bürgi bestätigt. Für ihn ist es bereits die dritte Inspektion – die zweite mit der Feuerwehr Oberes Fricktal – und bis jetzt waren die Instruktoren immer zufrieden. «Oft geht es um Details. Ich persönlich wünschte mir manchmal bei den Übungen noch etwas mehr Engagement. Doch ich weiss, dass ich mich bei einem Ernstfall zu 100 Prozent auf meine Leute verlassen kann.»

Ein Problem bei der Feuerwehr Oberes Fricktal sei momentan, dass man in der Verkehrsgruppe zu wenig Personen habe. «Wir haben das so gelöst, dass einige Feuerwehrmänner, die bei der Brandbekämpfung eingeteilt sind, die Verkehrskurse ebenfalls absolviert haben und jetzt je nach Bedarf eingesetzt werden können.»

Die Feuerwehr Oberes Fricktal habe die Übung gut bestanden, wie Thomas Aldrian am Ende des Abends erklärt. «Verbessert werden müssen noch Details und wenn die Feuerwehr an allen Übungen so viel Engagement zeigt, ist sie auf dem richtigen Weg.» Nach dem Schlussbericht nach Abschluss der gesamten Inspektion hat die Feuerwehr Oberes Fricktal fünf Jahre Zeit um die geforderten Verbesserungen umzusetzen.

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