Birrfeld
75 Jahre Flugschule Birrfeld: Sie erfüllen sich den Traum vom Fliegen

Die Fliegerschule hat in 75 Jahren Hunderte von Motor- und Segeflugpiloten ausgebildet. Der Aargauer Flugplatz zählt zu den wichtigsten in der ganzen Schweiz.

Michael Hunziker
Drucken
Teilen
Freuen sich über das Jubiläum (von links) Andreas Bracher, Xenia Athanassoglou, Werner Neuhaus, Roger Trüb und Heinz Wyss
10 Bilder
Der Flugplatz Birrfeld hat sich zum bedeutenden Flugsport- und Ausbildungszentrum entwickelt
So schön ist der Hallwilersee aus der Vogelperspektive
Pilot Heinz Wyss in der Luft
Rund 230 Motor- und Segelflugzeuge haben ihre Basis im Birrfeld
Pilot Heinz Wyss (links) kurz vor dem Start
Birrfeld Jubiläum
Nach dem Flug bringt Pilot Heinz Wyss das Flugzeug zurück zum Ausgangspunkt
Das Flugzeug ist sicher zurück auf dem Boden
Flug vorbei an Habsburg

Freuen sich über das Jubiläum (von links) Andreas Bracher, Xenia Athanassoglou, Werner Neuhaus, Roger Trüb und Heinz Wyss

Michael Hunziker

«Fliegen macht Freude, fliegen macht glücklich.» Das ist für Roger Trüb, Leiter der Fliegerschule Birrfeld, sonnenklar. Und auch für die 30 bis 40 Piloten, die jährlich im Birrfeld ihre Ausbildung geniessen.

Tag der offenen Türe

Am 21. und 22. August öffnet der Flugplatz Birrfeld zum 75-Jahr-Jubiläum der Fliegerschule Birrfeld seine Türen.

Die Fliegerei sei eine Faszination, die einen packe und nicht mehr loslasse, fährt Trüb fort. Die Passagiere seien, das zeige sich an ihren Reaktionen, ebenfalls regelmässig begeistert.

Die Fliegerschule Birrfeld kann das 75-Jahr-Jubiläum feiern. Es seien engagierte, weitsichtige und begeisterte Aviatiker gewesen, die den Grundstein gelegt hätten, sagt Verwaltungsratspräsidentin Xenia Athanassoglou.

An einer Medienkonferenz weist sie auf die rasante technische Entwicklung hin und geht auf den enormen Aufschwung der Fliegerei ein. «Unglaublich», stellt sie fest und fügt an, dass sich die Aufgaben seit den Anfängen nur unwesentlich verändert hätten.

Immer mehr Vorschriften

Auch heute noch wird vor allem die fliegerische Aus- und Weiterbildung in den Sparten Motor- und Segelflug vermittelt. Im Einsatz stehen 27 Voll- und Teilzeitangestellte sowie rund 100 ehrenamtlich tätige Funktionäre.

Zugenommen hätten dagegen die Vorschriften und administrativen Bürden, sagt die Verwaltungsratspräsidentin. Dieser Umstand verlange grosses Engagement. «Wir werden weiterhin stetig an der Professionalisierung arbeiten und uns auf die Bedürfnisse einrichten.»

Dass ein gesunder, zukunftsgerichteter Betrieb entstanden ist, sieht auch Werner Neuhaus so, der Präsident des Aero-Clubs Aargau. Das Birrfeld zähle mit etwa 70 000 Flugbewegungen pro Jahr zu einem der wichtigsten Flugsportzentren der Schweiz, dürfe stolz sein auf seine erfolgreiche Geschichte.

Geboten werde nicht nur eine sinnvolle und fordernde Freizeitbeschäftigung, übernommen werde auch die Funktion als Ausbildungsstätte – für eine grosse Zahl von Privat- und Segeflugpiloten genauso wie für viele Linien- und Militärpiloten, die bei der Fliegerschule Birrfeld ihren Erstflug absolvieren und das Gefühl des Fliegens kennenlernen. «Wir glauben an die Zukunft und investieren weiter», hält Neuhaus fest.

Die Bedeutung steigt

Richard Plüss, Gemeindeammann der Standortgemeinde Lupfig, streicht das guten Einvernehmen hervor. Die Bedeutung des Flugplatzes als Arbeitgeber sowie als Treffpunkt und beliebtes Ausflugsziel werde mit der Entwicklung der Region noch zunehmen, ist er sich sicher.

Die Flugplatz-Verantwortlichen jedenfalls wollen, versichern sie, die kommenden Herausforderungen packen und setzen auf ihre treue Stammkundschaft und die weiteren Pluspunkte: die zeitgemässe Infrastruktur, die moderne und ökonomische Flugzeugflotte sowie die verkehrsgünstige Lage.

Aktuelle Nachrichten