Brugg

50'000 Einwohner — Bezirk Brugg will noch weiter wachsen

50'000er-Marke geknackt

50'000er-Marke geknackt

Die Einwohnerzahl im Bezirk Brugg wächst permanent – Nur die Hauptstadt verlor minimal an Einwohnern. Grund für das Bevölkerungswachstum ist die kontinuierliche Bautätigkeit.

Mandach liegt im Trend. Das könnte man jedenfalls auf den ersten Blick meinen. Denn die 345-Seelen-Gemeinde ist zwischen dem 31. Dezember 2015 und Silvester 2016 um 8,8 Prozent gewachsen. Auf den zweiten Blick wird aber klar: Es sind gerade mal 28 Personen mehr, die sich in der ländlichen Gemeinde niedergelassen haben.

Bei kleinen Gemeinden fallen Zuzüge viel stärker ins Gewicht. Der Bezirk Brugg wächst kontinuierlich. Um 1,4 % hat die Bevölkerungszahl im letzten Jahr zugenommen. 693 Personen mehr wohnten Ende 2016 im Bezirk Brugg als am 31. Dezember 2015 – fast so viele also, wie die Gemeinde Birrhard Einwohner hat. Erstmals hat der Bezirk Brugg damit die 50 000er-Marke geknackt. Die Zahlen liegen knapp über der Bevölkerungsprognose des Kantons aus dem Jahr 2013. Damals wurden für das Jahr 2015 48 711 Einwohner prognostiziert. Tatsächlich waren es 49 624. Im Jahr 2020 sollen gemäss Prognose 50 597 Menschen im Bezirk Brugg wohnen.

Auffällig ist, dass im Jahr 2016 die Stadt Brugg an Einwohnern verloren hat – wenn auch nur minimal. Ende 2016 wohnten 21 Personen weniger als im Dezember 2015 in der Bezirkshauptstadt. «Die Bevölkerungsabnahme liegt im üblichen Schwankungsbereich», sagt Andrea Pajarola, Stadtschreiber-Stv. Kein Grund zur Sorge also in der Stadt Brugg. Ebenfalls zurückgegangen ist die Bevölkerungszahl in Schinznach (–0,3 %), Birrhard (–0,7 %) und Mönthal (–1,8 %). Nicht zuletzt darum hat die Gemeinde Mönthal ein Standortmarketingkonzept erstellt. Die Vorzüge der Gemeinde sollen künftig nach aussen getragen werden.

Bevölkerung Brugg statistik

Bevölkerung Brugg statistik

Bautätigkeit ist ausschlaggebend

Besonders zulegen konnten im letzten Jahr die Gemeinden Lupfig (+3,6 %), Villnachern (+3,7 %), Habsburg (+4,2 %), Schinznach-Bad (+4,7 %) und eben Mandach (+8,8 %). In den meisten Gemeinden erfolgte das Bevölkerungswachstum aufgrund reger Bautätigkeit.

In Schinznach-Bad habe die «Überbauung am Golfplatz» mit 46 Wohnungen, die Ende 2015/Anfang 2016 bezogen wurden, den Ausschlag gegeben, sagt Gemeindeschreiberin Nicole Seiler. «In den vergangenen 15 Jahren war die Bautätigkeit in der Gemeinde eher gering, was zu stagnierenden bis leicht rückläufigen Einwohnerzahlen führte», ergänzt sie. «Wir sind sehr froh, hat sich dies nun geändert.» Es sei in Zukunft mit überdurchschnittlichem Wachstum zu rechnen.

In Villnachern sei ebenfalls Wachstumspotenzial vorhanden, erklärt die stv. Gemeindeschreiberin Lydia Stamm. «Villnachern ist ein Familiendorf und hat entsprechende Angebote im Dorf wie Schule, Kindergarten und Spielgruppe.» Der dörfliche Charakter und die guten Verkehrsanbindungen würden ebenfalls ihren Teil zur Attraktivität beitragen.

Auch Habsburg soll weiter wachsen. «Der Gemeinderat strebt ein Bevölkerungswachstum auf 500 Personen (aktuell: 425, d. Red.) im Jahre 2027 an», sagt Gemeindeschreiberin Daniela Weibel. Dies ermöglichen soll eine Verdichtung des Siedlungsgebiets. Die Zuzüger kämen wegen der ruhigen und idyllischen Wohnlage.

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