Brugg

50-jähriges Jubiläum - damals gehörte der Einwohnerrat zu den Pionieren im Aargau

50 Jahre Brugger Einwohnerrat wollen gebührend gefeiert werden. Welcher Zeitpunkt eignet sich besser als die Jugendfest-Woche - mit der herausgeputzten Stadt, den fröhlichen Menschen und der Musik an allen Ecken?

Gestern Dienstagabend haben sich die ehemaligen und aktiven Einwohner- und Stadträte im Salzhaus eingefunden. Umrahmt wurde der Jubiläums-Apéro von der Keep Smiling Jazzband mit dem ehemaligen Einwohnerrat Martin Nüesch an der Klarinette. Ursprünglich sei der Anlass im Rathaussaal geplant gewesen, sagte Stadtammann Daniel Moser.

«Die Anmeldungen haben die Erwartungen übertroffen»

Allerdings wäre dieser definitiv zu klein gewesen, denn: «Die Anmeldungen haben die Erwartungen übertroffen.» Mit der Einführung des Einwohnerrats 1966, fuhr Moser fort, habe Brugg zu den Pionieren im Kanton Aargau gehört. Er sei froh um das Stadtparlament, denn dieses setze sich, wie auch die Exekutive, für eine lebenswerte und prosperierende Stadt ein.

Stadtammann Daniel Moser holt die Pioniere aus dem Jahr 1966 auf die Bühne.

Stadtammann Daniel Moser holt die Pioniere aus dem Jahr 1966 auf die Bühne.

Das System passe zu Brugg und habe sich bewährt, zeigte sich ebenfalls die amtierende Einwohnerratspräsidentin Barbara Horlacher überzeugt. Der Einwohnerrat habe seinen Vertrauensbonus verdient und seine Legitimation behalten. Sie erinnerte daran, dass der Entscheid für den Wechsel von der Gemeindeversammlung zum Einwohnerrat – lanciert wurde das Begehren vom Landesring der Unabhängigen (LdU) – knapp ausgefallen war.

Einwohnerratspräsidentin Barbara Horlacher über die Geschichte des Brugger Einwohnerrats.

Einwohnerratspräsidentin Barbara Horlacher über die Geschichte des Brugger Einwohnerrats.

Zu Beginn seien im Einwohnerrat sieben Parteien vertreten gewesen – wie heute. Vieles habe sich aber verändert, einige Gruppierungen seien aufgetaucht und wieder verschwunden. Ein Einschnitt dargestellt habe die Einführung des Frauenstimmrechts. Drei Frauen seien am Anfang vertreten gewesen, heute besetzen sie 14 Sitze. «Die Frauen sind nicht mehr aus dem politischen Leben wegzudenken», hielt Barbara Horlacher fest.

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